Zauberwelt des Glasschmucks
Ausstellung im Neuhäuser Marstall beginnt am 19. August
Ab dem 19. August lädt das Historische Museum im Neuhäuser Marstall zur Ausstellung "Zauberwelt des Glasschmucks" ein. Bis zum 12. November sind Exponate aus allen bedeutsamen Epochen zu sehen. Beginnend mit Stücken aus der Vor- und Frühgeschichte Afrikas über Exemplare aus dem Mittelalter bis zum heutigen Modeschmuck von Eisenberg oder Coro. Das Museum ist täglich, außer montags, von 10 bis18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei, größere Gruppen können bei rechtzeitiger Anmeldung und für ein Entgelt von 27 (Schüler) oder 32 Euro (Erwachsene) durch die Sammlung geführt werden. Zudem werden die Workshops „freie Perlenstickerei“ und „handgeformte Glasperlen“ angeboten. An mehreren Terminen kann ein Vortrag zum Thema „Merowingerzeitliche Glasperlen“ besucht werden. Die genauen Zeiten werden in der Tagespresse bekannt gegeben. Alle Interessenten sind zudem herzlich eingeladen der offiziellen Eröffnung durch die stellvertretende Bürgermeisterin Elsbeth Menneken am Freitag, 18. August, um 19 Uhr beizuwohnen. Arnold Beuke vom Stadt und Bädermuseum in Bad Salzuflen sowie Dr. Norbert Börste vom Historischen Museum stellen die Sammlung vor. Danach führt Karin Rappold-Klein durch die Ausstellung von atemberaubender Brillanz. Besonders beeindruckend sind die venezianischen Glasperlen, deren Farbenpracht, Vielfalt und Schönheit wohl bis heute unvergleichbar ist. Sie dienten Missionaren und Händlern als Geschenk oder als Handelsware, welche sie auf ihren Reisen gegen Felle, Elfenbein, Gold oder Sklaven eintauschten. Nicht weniger faszinieren die dargebotenen Schmuckstücke der letzten 200 Jahre. Strahlende Ketten, Broschen und Colliers zeigen die Modeentwicklung dieser Zeit auf, die von großen Modedesignern wie Coco Chanel und Christian Dior bestimmt wurde. In den dreißiger und vierziger Jahren wurden in den USA, Schauspielerinnen wie Marlene Dietrich, Katherine Hepburn oder Liz Taylor zu modischen Trendsettern und machten Glasschmuck, vor allem den brillant funkelnden Strass, zu einem begehrten und weit verbreiteten Modeaccessoire. Karin Rappold–Kleinert und Hans Joachim Nachtmann haben sehr bedeutende Leihgaben, die noch nicht der Öffentlichkeit gezeigt wurden, für diese einmalige Ausstellung zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen sind unter der Rufnummer 05251/881052 und im Internet unter der Adresse "www.paderborn.de" erhältlich.