WDR-Büro nur Etappe auf dem Weg zum Studio
Bürgermeister Heinz Paus im Gespräch mit Reinhard Grätz, Vorsitzender des WDR-Rundfunkrates
Die Entscheidung gegen ein WDR-Landesstudio in Paderborn sei absolut nicht nachvollziehbar und sehr enttäuschend. Das sagte Bürgermeister Heinz Paus in einem Gespräch mit Reinhard Grätz, Vorsitzender des WDR-Rundfunkrates. Der Rundfunkrat hatte kürzlich entschieden, in Paderborn ein Regionalbüro einzurichten. Der Rat der Stadt Paderborn hatte sich einstimmig für ein WDR-Landesstudio in Paderborn ausgesprochen. Es könne allenfalls eine Etappe auf dem Weg zu einem Landesstudio sein, so Paus zur aktuellen Entscheidung des WDR-Rundfunkrates in Köln. Paus kritisierte insbesondere das Verhalten der OWL-Rundfunkratsmitglieder. Warum sie die Entscheidung für ein Paderborner Landesstudio nicht befürwortet haben, sei nun überhaupt nicht zu verstehen. Zwei starke Studios in OWL hätten der Region sehr gut getan, so Paus. Überhaupt nicht nachzuvollziehen sei, dass in Duisburg und Bonn neue WDR-Studios eröffnet werden sollen, während in Westfalen anscheinend nur Geld für Kosmetik ausgegeben werde. Paderborn als Oberzentrum für einen Raum mit mehr als einer halben Million Menschen sei idealer Standort für ein zweites Landesstudio in OWL. Der WDR könne an einem Standort mit Zukunftsperspektive und Wachstum Präsenz zeigen und durch die Nähe zu den Menschen der Region an Attraktivität gewinnen. Paderborn als bedeutender Wirtschaftsstandort mit international tätigen Firmen und als Zentrum der Bildung, Wissenschaft, Kultur und des Sports biete hervorragende Möglichkeiten für ein solches Studio. Mögliche Kooperationen mit dem Bereich Medienwissenschaft der Universität Paderborn und das Angebot des Heinz Nixdorf MuseumsForum für die Unterbringung des Studios seien Trümpfe, die Paderborn als Standort attraktiv machen. Heinz Paus führte Reinhard Grätz im Anschluss an das Gespräch durch die Canossa-Ausstellung, von der sich der Gast sehr beeindruckt zeigte.