Essensfonds für Schulkinder

Stadt Paderborn hilft finanzschwachen Familien

© Stadt Paderborn

Auf Vorschlag des Beigeordneten Wolfgang Walter beschloss der Schulausschuss der Stadt Paderborn im kommenden Jahr einen Essensfonds, um die Mittagsverpflegung von Kindern aus finanzschwachen Familien in den Ganztagschulen der Stadt sicherzustellen. Die Verwaltung reagiert damit auf die Beobachtungen des Qualitätszirkels für offene Ganztagsschulen. Dieser hatte festgestellt, dass eine Reihe Eltern ihre Kinder von der Mittagsbetreuung abmelden, weil sie nicht für deren Mittagessen aufkommen können. Die SPD-Fraktion hat daraufhin einen Antrag im Schulausschuss gestellt, bestimmte Eltern von der Zahlung der Beiträge freizustellen. Der Essensfonds, möglicherweise unter Verwaltung der Bürgerstiftung, soll, wenn es nach dem Sozialdezernenten geht, die verschiedenen Träger der Offenen Ganztagsschulen in die Lage versetzen, selbst darüber zu entscheiden, in welchen Fällen, auf die Elternbeiträge verzichtet werden kann. Heute schon gibt es in Privatinitiative einzelne „Essenpatenschaften“, die von engagierten Bürgern und Bürgerinnen geleistet werden. Der Paderborner Essensfonds würde dieses Engagement auf eine breitere Basis stellen können, dadurch dass, so der Beschluss des Schulausschusses, ihn die Stadt zunächst mit 30.000 Euro ausstattet. Darüber hinaus sollte der Fonds nicht nur aus städtischen Mitteln, sondern aus Spenden und Unterstützung möglichst vieler Bürger und Bürgerinnen und gesellschaftlichen Institutionen „gefüttert“ werden. „Denn es ist die gemeinsame Verantwortung aller", so Wolfgang Walter, "dass kein Kind hungrig in Paderborn die Schulbank drücken muss."