Kein Bußgang nach Canossa

Ausstellungsmacher waren am Schauplatz des Geschehens

Canossa/Paderborn. Ein Bußgang war es nicht, den die Delegation aus Paderborn antrat, als sie sich auf den Weg ins oberitalienische Canossa machte. Die Reise an den Schauplatz des Geschehens, dem die große Ausstellung "Canossa 1077 - Erschütterung der Welt" - die am 21. Juli in Paderborn eröffnet wird – ihren Namen verdankt, galt der Kooperation mit italienischen Partnern. Die Touristiker hier wie dort planen interessierten Gästen den Weg über die Alpen leicht und schmackhaft zu machen. Die norditalienische Provinz Reggio Emilia lockt mit der Mathildis-Route zu einer Tour auf geschichtsträchtigen Wegen, aber vor allem auch mit ihren kulinarischen Spezialitäten. Die Paderborner Ausstellungsmacher werben mit einer einzigartigen Präsentation von Kunstschätzen, die die gesellschaftlichen Umbrüche in der Zeit rund um den Bußgang König Heinrichs IV. vor der Burg Canossa zum Thema hat. Im Rahmen der Gespräche, die auf Einladung der Handelskammer der Region Reggio Emilia stattfanden, konnten auch erste konkrete Projekte geplant werden. So wird unter anderem die Eröffnungsveranstaltung der Canossa-Ausstellung durch farbenfrohe Umzüge, bei denen der Kniefall Heinrichs IV. vor dem Papst und Mathilde von Canossa einen dramaturgischen Höhepunkt darstellt, aber auch durch Kostproben der Emilianischen Küche eine ganz besondere Note erhalten. Auch bei Gruppenreisen wurde eine enge Zusammenarbeit vereinbart. Die Paderborner Ausstellung, bei der diesmal die norditalienische Region um Canossa eine bedeutende Rolle einnimmt, soll zudem auch in der italienischen Presse ein Forum finden. Weitere Informationen unter www.canossa2006.de.