Fado gegen Schmuddelwetter
Am 19. Februar in der Franziskanerkirche
Dem Schmuddelwetter entfliehen und eintauchen in die malerische Altstadt Lissabons und den Lebensrhythmus Portugals. Am Sonntag, 19. Februar, gibt es dazu um 17 Uhr Gelegenheit in der Franziskanerkirche. Bei freiem Eintritt präsentieren die Sängerin Maria Carvalho und das Trio Fado Lieder berühmter portugiesischer Komponisten und Sänger. Lieder, die sowohl nach trauriger Sehnsucht als auch nach heiterer Gemütlichkeit klingen und somit das Lebensgefühl und den Volkscharakter Portugals widerspiegeln. Eine Spende als freiwilliger Kostenbeitrag wird erbeten. Mit ihrer weichen Stimme versetzt Maria Carvalho das Publikum spielend in das Gefühl des Fados und behält bei ihrer sehnsüchtigen Interpretation der tiefsinnigen Lieder stets eine gewisse Leichtigkeit. Unterstützt wird sie dabei von António de Brito, der mit rauchiger Stimme und starkem Temperament die männliche Version des Musikstils singt. Unverzichtbar für den Fado ist die zwölfsaitige portugiesische Gitarre, sie wird am Sonntag von Daniel Pircher gespielt, der es versteht, die beiden Sänger so zu begleiten, dass der berühmte melancholische Klang seines Instruments sich an ihre Stimmen schmiegt. Der klassisch ausgebildete, ehemalige Sinfonie-Orchester-Spieler Benjamin Walbrodt komplettiert schließlich das Ensemble und bereichert es durch sein Cellospiel. „Der Fado stimmt mich weich und beruhigt meine Seele. Liebe, Arbeit und das Leben bekommen einen ganz anderen Glanz, wenn sie in Fado-Liedern besungen werden“, sagt Sängerin Maria Carvalho. Im Rahmen der NRW-weiten Reihe „Klangkosmos Weltmusik“ bringt sie den Fado, den „gesungenen Seelenschmerz“ in die Paderstadt. Anfang des 19. Jahrhunderts in den Armenvierteln Lissabons entstanden, entführt diese melancholische Musik in die malerische portugiesische Hauptstadt. Sie spiegelt das Leben in den engen Gassen und bunten Straßen, den kleinen, landestypischen Cafés und Bars sowie das kulturellen Treiben wider, das sowohl durch die vielen Straßenkünstler als auch durch die zahlreichen Sehenswürdigkeiten Lissabons zum Ausdruck kommt.