Gemeinsam realisieren

Stadt Paderborn und Volksbank zum Kötterhagen-Projekt

„Wir haben beide gemeinsam den Willen, das Projekt Kötterhagen zu realisieren. Wir sehen darin nach wie vor eine große Chance für die Entwicklung eines seit langem vernachlässigten Areals im Herzen der Stadt. Wir arbeiten weiter in unseren Häusern intensiv daran, dieses Projekt zu verwirklichen.“ Das ist die zentrale Botschaft einer gemeinsamen Presseerklärung von Bürgermeister Heinz Paus und von Dr. Ulrich Bittihn, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Paderborn-Höxter. Auch die Bank für Kirche und Caritas setze nach wie vor auf das Projekt im Kötterhagen und wolle ihr eigenes Erweiterungsvorhaben so zeitnah wie möglich realisieren. Dies habe Dr. Richard Böger, Vorstandsvorsitzender der Bank für Kirche und Caritas, bestätigt. Paus und Bittihn stellen in der Presseerklärung gemeinsam fest, dass es sich beim Kötterhagen-Projekt um ein „ambitioniertes Projekt“ handelt, bei dem sehr komplexe Problemstellungen zu lösen sind. Man habe von vornherein gewusst, dass der Standort mitten im Herzen der Stadt, umgeben von gewachsener Bebauung, auf einem historisch sensiblen Areal, erhebliche Herausforderungen an Stadt und Bank stellt. Dazu müssen die berechtigten Belange der Anlieger - auch in der Straße „An der Burg“ - gewahrt werden. Im Einverständnis aller Beteiligten sollen die anstehenden Fragen in einem Bebauungsplanverfahren geklärt werden. Der von der Volksbank in Abstimmung mit der Stadt beauftragte Planer hat bereits im Bau- und Planungsausschuss vorgetragen. Die ursprüngliche Absicht, noch im Dezember dazu eine erste Bürgerinformation durchzuführen, haben Volksbank und Stadt zurückgestellt, da zunächst die zentrale Frage der Zufahrt zur Tiefgarage im Bereich der Krummen Grube vorgeklärt werden soll. Beim Denkmalschutz hat es zwischenzeitlich sehr konstruktive Gespräche auch mit Vertretern der unmittelbar betroffenen katholischen Kirchengemeinde und den Denkmalschützern von Stadt und Landschaftsverband gegeben. Dabei haben sich die Positionen deutlich angenährt. Sobald abschließende Klarheit zu den aufgeworfenen Fragen besteht, werden die Volksbank und die Stadt zur Bürgerinformation einladen. Obwohl vor Abschluss des Vorvertrages durch einen von der Stadt eingeschalteten Fachanwalt für das Europäische Vergaberecht die rechtliche Unbedenklichkeit festgestellt worden ist, gibt es die Intervention der Europäischen Kommission. Dazu erwartet die Volksbank, die im Zusammenhang mit den archäologischen Grabungen und mit der Weiterführung der Planungen vor erheblichen Investitionen steht, in absehbarer Zeit Klarheit über das weitere Vorgehen. Nach dem Ergebnis der Brüsseler Gespräche sei durch die Volksbank - nach entsprechenden Konkretisierungsverhandlungen - ein Angebot zu erarbeiten, das letztlich von der Stadt auch akzeptiert werden kann. Die Stadt muss dabei auf einen Detaillierungsgrad in wirtschaftlicher und funktionaler Hinsicht bestehen, der nach ihrer Auffassung die Akzeptanz im Rat ermöglicht. Dazu hat es intensive Gespräche der Baufachleute gegeben. Es besteht mittlerweile Einvernehmen über den Detaillierungsgrad, den das Angebot der Volksbank in bautechnischer Hinsicht haben wird. Mit Brüssel ist das weitere Procedere abgestimmt. Zu den derzeit von den Kammerspielen im Hause der Volksbank genutzten Räumen wiesen Dr. Bittihn und Bürgermeister Paus auf Folgendes hin: Nach vorheriger Information seitens der Stadt hatte der Rat der Stadt Paderborn die Kündigung des bestehenden Mietverhältnisses zum 30.06.2006 beschlossen, um damit die Voraussetzungen für ein Neubauprojekt der Kammerspiele zu schaffen. Da bei Abschluss des Vorvertrages für das gemeinsame Bauprojekt im Kötterhagen im Jahr 2004 schon erkennbar war, dass eine Neubaulösung zum 30.06.2006 nicht möglich sei, haben Stadt und Bank zunächst eine Verlängerung des Vertrages zum Ende des Jahres 2006 vereinbart. Gleichzeitig wurde vereinbart, dass bei Realisierung des Vorhabens im Bereich Kötterhagen die Kammerspiele bis zum Umzug in die dort neu zu schaffenden Räume in den bisherigen Räumen zu den bisherigen Vertragskonditionen bleiben können. Um in den letzten Wochen entstandene Unsicherheiten auszuräumen, haben sich Stadt und Volksbank darauf verständigt, den Mietvertrag für die bisherigen Räume jeweils weiter um ein Jahr – orientiert am Planungs- und Baufortschritt - zu verlängern, damit vorerst bis zum 1.1.2008. Auch nach nochmaliger Diskussion der Vergaberechtsproblematik mit Fachleuten auf den verschiedensten Ebenen ziehen Bürgermeister Paus und Bankchef Dr. Bittihn jetzt das Resümee, hier in den nächsten Wochen zu ratifizierungsfähigen endgültigen Ergebnissen zu kommen. Heinz Paus und Ulrich Bittihn übereinstimmend: “Lassen wir uns durch die “Berufs-Pessimisten” nicht die Freude an der Arbeit und die Zuversicht für die städtische Entwicklung nehmen.”