Dialog für Paderborns Zukunft
Stadtentwicklungsbericht 2015 im Rat eingebracht - Diskussion auch im Internet möglich
Wie soll sich Paderborn bis 2015 entwickeln? Wo liegen die Herausforderungen? Wie kann Paderborn als innovativer und attraktiver Lebens- und Wirtschaftsstandort eine hohe Lebensqualität für jeden Einzelnen sichern? Fragen, die der Paderborner Stadtentwicklungsbericht 2015 beantworten wird. Bürgermeister Heinz Paus legte dem Rat in seiner jüngsten Sitzung den Entwurf vor. Im Mai 2002 hatte der Rat zum ersten Mal in der Paderborner Geschichte ein solches Perspektivprogramm bis zum Jahre 2010 beschlossen. Da ein Großteil der Maßnahmen bereits umgesetzt bzw. in Arbeit ist, zielt die neue Auflage der Zukunftsagenda auf das Jahr 2015. Der in tabellarischer Form aufgebaute Bericht ist mit gut 70 Seiten nicht nur deutlich kürzer als sein Vorgänger, sondern konzentriert sich stärker auf die Maßnahmen und Handlungsvorschläge. Alle Maßnahmen, die dieser Stadtentwicklungsbericht vorschlägt, werden - soweit sie kostenrelevant sind - erst dann wirksam, wenn die Gremien des Rates darüber nach dezidierter Einzelabwägung entschieden haben. “Mit diesem Handlungsprogramm, das die Basis der Arbeit von Rat und Verwaltung in den nächsten Jahren bilden wird, wollen wir all das zusammenfassen, was für die Paderborner Zukunft wichtig ist”, so Bürgermeister Heinz Paus. Das Konzept, das vom Rat beraten und verabschiedet werden muss, widmet sich allen Bausteinen der Stadtentwicklung: dem Wirtschaftsstandort, Wohnen und Leben, der Mobilität, der Kultur, der Bildung, dem Sport- und Freizeitbereich, der Umwelt, dem Sozialen, dem Bereich Familie-Kinder-Jugend sowie der Innenstadt, dem Handelsstandort und den Stadtteilen. Grundlage der Entwicklung, so sieht es der Entwurf vor, ist das Leitbild. "Wir wollen Paderborn auch weiterhin als die Stadt erhalten und entwickeln, die die wirklich lebenswerten Aspekte mit einem attraktiven Angebotsspektrum verbindet", heißt es darin. Gewerbegebietsgespräche für mehr Unternehmerfreundlichkeit, Vorrang von gewerblichen Vorhaben bei der Aufstellung von Bebauungsplänen und die engere Verbindung von Wohn- und Arbeitsstätten - sind nur drei Maßnahmen aus dem Wirtschaftsbereich. Das systematische Liegenschafts- und Flächenmanagement, Wohraumversorgungskonzepte und die Vernetzung von Grünflächen sind Schwerpunkte aus dem Bereich Wohnen und Leben. Ein neuer Verkehrsentwicklungsplan (Anfang 2007), die Entscheidung, ob die Busse auch künftig durch die Fußgängerzone fahren sollen oder nicht und der Bau eines Parkhauses an der Bahnhofstraße sind Aufgaben im Bereich Mobilität. Neubau der Kammerspiele und einer Multifunktionshalle sowie das Projekt "Kunst im öffentlichen Raum" im Jahre 2007 sind Herausforderungen aus dem Kulturbereich. Der Rat wird diesen Entwurf intensiv, vor allem in Fachausschüssen, beraten und dabei auch den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern suchen. Bis Ende September kann jeder dazu seine Meinung sagen und seine Ideen einbringen. Der Bericht ist im Internet unter der Adresse "www.paderborn.de" abrufbar. Hier kann man direkt auch zum Bericht Stellung nehmen. Gedruckte Exemplare sind in der Stadtverwaltung bei Michael Wahl unter der Rufnummer 05251/88-1649 erhältlich. Bürgermeister Heinz Paus: "Bedanken möchte ich mich bei allen, die mitgeholfen haben, dass die Fortschreibung jetzt vorgelegt werden konnte, insbesondere dem Redaktionsteam in der Stadtverwaltung."