Kinder stark gemacht
Bernd Jerrentrup vom Jugendamt der Stadt Paderborn geht in den Ruhestand
Er hat Kinder und Jugendliche stark gemacht - jetzt geht Bernd Jerrentrup vom Jugendamt der Stadt Paderborn in den Ruhestand. Jugendamtsleiterin Petra Erger verabschiedete ihn und wünschte ihm für seine Zukunft alles Gute. 31 Jahre war Bernd Jerrentrup als Diplomsozialarbeiter für die Stadt Paderborn tätig. Begonnen hatte der heute 65jährige in der Jugendgerichtshilfe. Seit 1993 engagierte er sich im erzieherischen Kinder- und Jugendschutz. „Agieren statt reagieren“ war hier sein Motto, wenn er in Kindergärten und Schulen präventiv arbeitete. Ob Selbstbehauptung, Selbstverteidigung, soziales Lernen oder Suchtprävention – Bernd Jerrentrup fand bei den Schülern Gehör. „Er hat auch Probleme angesprochen, für die im Schulalltag wenig Zeit bleibt“, sieht Angelika Stiller, Lehrerin an der Dionysiusschule in Elsen die Bedeutung seiner Arbeit. Ein Schlüsselerlebnis veranlasste Bernd Jerrentrup sich in diesem Bereich zu engagieren. Einer seiner ersten Betreuungsfälle war eine junge Drogenabhängige, die kurze Zeit später durch den „Goldenen Schuss“ starb. „Ihre Schilderungen, ihre Entwicklung hat mir klar gemacht, dass im Vorfeld etwas passieren muss“, so Bernd Jerrentrup. In vielen Gesprächen mit Kindern und Jugendlichen hat er diesen Grundsatz umgesetzt. Für den großen Einsatz dabei dankte im Namen des Bürgermeisters Petra Erger. Auf einem schwierigen Gebiet habe er mit Einfühlungsvermögen ein Vertrauensverhältnis zu den jungen Leuten aufbauen und ihnen mit seinem Wissen wichtige Hilfen für ihr Leben geben können.