Männer in Teilzeit
Lokales Bündnis für Familie Paderborn
Männer in Teilzeit ist ein Thema der Arbeitsgruppe "Wirtschaft und Arbeit" des "Lokalen Bündnisses für Familie Paderborn". Studien belegen, dass immer mehr Männer interessiert sind, in Teilzeit zu gehen. Sie wollen damit mehr Zeit für die Familie haben oder auch der Partnerin eine gleichberechtigte Karriere ermöglichen. Doch die Realität sieht anders aus. Untersuchungen zufolge arbeiten 33,9 Prozent der erwerbstätigen Frauen in Teilzeit, der Anteil der Männer dabei liegt jedoch nur bei 4,8 Prozent. Die Quote der Väter, die die Elternzeit in Anspruch nehmen, beträgt lediglich 4,9 Prozent. "Wir fragen nach Gründen für die trotz alledem noch recht traditionelle Aufteilung der Erziehung und der Aufgaben im Haushalt", so Dr. Iris Hanheide, die den Paderborner Stadtelternrat beim Lokalen Bündnis Paderborn vertritt. Die Arbeitsgruppe interessiert, wo Männer noch immer Hindernisse für eine intensivere Beteiligung an der Erziehung sehen. Welche Möglichkeiten gibt es in Teilzeitarbeit einzusteigen und welche Teilzeitmodelle werden von Unternehmen praktiziert - das sind weitergehende Fragen. "Um Antworten darauf zu bekommen, möchten wir deshalb betroffene Männer und interessierte Unternehmen bitten, sich unter der E-Mail-Adresse "maennerinteilzeitpaderborncom" mit uns in Verbindung zu setzen", so Markus Leitloff, der für E.ON Westfalen Weser der Arbeitsgruppe "Wirtschaft und Arbeit" des Bündnisses für Familie Paderborn angehört. Um sich vorab einen Überblick über die aktuelle Arbeitsteilung in einer Partnerschaft zu verschaffen, wird ein Fragebogen empfohlen. Er kann aus dem Internet unter der Adresse "http://www.fairplay-at-home.ch/d/set-download.htm" herunter geladen werden. Dieser Fragebogen ist die Grundlage, konkrete Schritte zu einer fairen Verteilung der Familien- und Erwerbsarbeit zu einzuleiten. Er kann die Entscheidung für oder gegen Teilzeitarbeit ein wenig erleichtern. Das "Lokale Bündnis für Familien" war im November 2005 ins Leben gerufen worden, um Familien in Paderborn weiter zu stärken. Dabei wird nicht nur über Familien diskutiert, sondern vielmehr etwas für Familien getan. In insgesamt sechs Arbeitsgruppen widmen sich die Bündnisakteure den Handlungsfeldern „Erziehung, Bildung und Betreuung“, „Kultur und Freizeit“, „Wohnen, Bauen und Verkehr“, „Umwelt und Gesundheit“, „Wirtschaft und Arbeit“ und „Sport und Erholung“. „Das Interesse an der Arbeit der einzelnen Arbeitsgruppen, die sich bereits mehrfach getroffen haben, ist sowohl bei den Fachleuten als auch in der Öffentlichkeit sehr groß“ so Oliver Boraucke, der das lokale Bündnis für Familien koordiniert. Er informierte, dass unter der Internet-Adresse: "www.paderborn.de" mittlerweile ein Internetportal geschaffen worden sei, in dem über die Arbeit des lokalen Bündnisses für Familien berichtet wird.