LIBORI 2006 Begehrte Krüge und Gläser mit Paderborner Stadtmotiv
Libori-Souvenirs bereits jetzt erhältlich
„Prost“ heißt es auch beim diesjährigen Liborifest, wenn der begehrte Libori-Krug als beliebtes Souvenir seinen Besitzer wechselt. Der Libori-Krug und die Libori-Gläser zeigen in diesem Jahr die alte Domdechanei Paderborns, in der heute die Stadtbibliothek untergebracht ist. Erhältlich sind Krug und Gläser bereits jetzt bei der Tourist-Info am Marienplatz und während des Libori-Festes vom 22. bis zum 30. Juli am Bierbrunnen vor dem Paderborner Rathaus. Dort kann man sich mit der beim Kauf erhaltenen Getränkemarke sein Libori-Souvenir auch dreimal füllen lassen. Das Libori-Glas ist für zwei Euro, der Glas-Krug für vier Euro und der Libori-Krug für sechs Euro erhältlich. Das ehrenamtlich tätige Komitee Europatag, das sich insbesondere um das Programm am zweiten Libori-Wochenende kümmert, hat mit der Domdechanei wieder ein bekanntes Paderborner Motiv für die Krüge ausgesucht. Es stammt von Egon Hüls. Der Mann, der schon Unterschriftsblätter für Sportstars, Minister und Regierungschefs sowie gekrönte Häupter und sogar den Papst gefertigt hat, hat sein zeichnerisches Talent auch schon in den Goldenen Büchern von Stadt und Generalvikariat unter Beweis gestellt. Der am Rothoborn gelegene Bau der ehemaligen Domdechanei wurde in den Jahren 1676 bis 1678 unter Fürstbischof Freiherr Wolff-Metternich von dem Kapuzinerbruder Ambrosius von Oelde errichtet und ist damit der älteste barocke Profanbau Paderborns. 1740 wurde das Gebäude unter Domdechant Graf von Schaesberg im Osten durch einen Treppenhausanbau erweitert. Nach der Säkularisation diente der Barockbau seit Anfang des 19. Jahrhunderts als Amtsgericht. Bevor das Gebäude Amtsgericht wurde, war es auch Dienstwohnung des Oberlandesgerichtspräsidenten, denn Paderborn war eine Zeit lang Sitz eines Oberlandesgerichts. Im zweiten Weltkrieg sank der Bau unter Bomben in Schutt und Asche, so dass von 1945 bis 1974 nur die Außenmauern als Ruine stehen blieben. Die ausgebrannte Fassade wurde dann 1974 bis 1976 restauriert. Als Bau im Bau wurde nach dem Plan von Dipl.-Ing. Lucas ein transparenter selbsttragender Geschosskörper in das barocke Gehäuse gestellt, eine viel beachtete denkmalpflegerische Lösung. Heute ist in der Domdechanei die Zentralbibliothek der Stadtbibliothek Paderborn untergebracht, in der jeder Besitzer eines Bibliotheksausweises kostenlos Bücher, Zeitschriften, Videofilme, Hörbücher, Musikkassetten und CDs, Software und Kunstwerke ausleihen kann.