Heiß, heißer, Hornberger
Rat siegte gegen Schausteller mit 2:1
Es war heiß, eigentlich zu heiß für das Traditionsspiel zur Libori-Eröffnung am Freitag auf der Paderkampfbahn. Gefühlte 45 Grad auf dem Spielfeld ließen Ehrenkreisschiedsrichterobmann Ludwig Wilsmann nicht zögern anstelle der zweimal 45 Minuten viermal 15 Minuten zu spielen. Doch die Hitze schien insbesondere der Ratsauswahl nicht soviel auszumachen. Getreu ihrer Devise "Schausteller heiß laufen lassen" kontrollierten sie das Spiel, standen sicher ohne jedoch selbst richtig gefährlich zu werden. So war es in der 27. Minute mal wieder Rudi Marx, der für die Schausteller das 1:0 besorgte. Doch wenig geschockt kam der Rat schon zwei Minuten später mit Hilfe der "Neuerwerbung" Kalla (Brauhaus und Campus) zum verdienten Ausgleich. Als die Hitze dann immer größer wurde, Rats-Teamchef Wolfgang Fingerhut bereits den dritten Kasten Mineralwasser zur Bank geschleppt hatte, kam die 44. Minute und Auftritt von Mathias Hornberger. Der Ratsherr der Grünen stocherte im Stile von Gerd Müller einen Abpraller aus nächster Nähe ins Schausteller-Tor. Es sei "eines seiner wichtigsten Tore" gewesen, gab der erfolgreiche Schütze später zu Protokoll. An das letzte von ihm konnte sich kaum einer der 100 hitzeresistenten Zuschauer erinnern. Der knappe Sieg des Rates, der allerdings aufgrund der parallel stattfindenden Eröffnung der Canossa-Ausstellung mit dem Torschützen und SPD-Ratsherrn Detlef Nacke nur zwei Vertreter geschickt hatte, war am Ende verdient. Nach dem 1:1 im letzten Jahr und der 1:9 Pleite 2004 war dies wieder ein Hoffnungsschimmer.