Von Canossa bis China

Internationaler Abschluss des Libori-Festes

Von Canossa bis China reicht der kulturelle Bogen zum Abschluss des Libori-Festes. Auf der vom Marienplatz über den Rathausplatz in Richtung Kamp führende Euromeile ist Forum internationaler Begegnung, wobei auch das Kulinarische nicht zu kurz kommt. Kunsthandwerk aus Canossa, Schreibkunst aus China, Weine aus Italien, Tourismustipps aus Bolton sind die Themen auf der Meile. Im Rahmen des Europafestes präsentieren sich auf der großen Rathausbühne und auf dem Marienplatz Tanz- und Musikensembles aus der Dominikanischen Republik (Santo Domingo), Italien (Agrigento), Thailand (Bangkok), Ungarn (Szeged), Schottland (Edinburgh), der Tschechischen Republik (Bystrice) und aus Deutschland. Am Samstag und Sonntag finden jeweils um 15 und 20 Uhr auf der Bühne am Rathaus Shows mit den internationalen Gruppen statt. Nachmittags treten die Gruppen zusätzlich auf dem Marienplatz auf. Dabei sind in diesem Jahr die Folklore-, Musik- und Tanzgruppen „Grupo Folklorico Yensy“ (Dominikanische Republik), „Gruppo Folklorico Sicilia Antica“ (Italien), „Thai Cultural Dance Troupe“ (Thailand), das Tanzensemble Szeged (Ungarn), die Tanzgruppe „Rusava“ (Tschechische Republik), die Dunedin Dancers (Edinburgh) und als deutsche Vertreter die Danzdeel Salzkotten. Bereichert wird das Programm zudem von verschiedenen Artisten und Jongleuren. Viola Zoppe & Friends aus Prag treten mit dem "Ring der Zeiten" auf. Die Künstlerin trat als Solistin oder (wie auch in Paderborn) in Kooperation mit anderen Artisten bei zahlreichen Fernsehshows sowie vielen Gala-Veranstaltungen der Industrie auf. Sie schwebt im weißen Kostüm, an weißen Bändern Richtung Himmel und setzt dabei die unglaublichsten poetischen Bilder akrobatisch um. „Ring der Zeiten“, ist eine mit dem ersten Preis des berühmten Pariser Zirkusfestivals „Cirque de Demain“ dekorierte Darbietung, eine atemberaubend schöne, akrobatische Nummer auf sich drehenden Ringen. Vertikaltuchakrobatik zeigt das Duo Karabaeus in der Show "jeu de l'eau". Karabaeus zeigt hier Kunst zu zweit. Bis ins allerkleinste Detail ist diese Choreografie raffiniert ausgearbeitet. Beim Tanz mit ihrem Vertikaltuch verschmelzen sie mit ihren nahezu schlangengleichen Bewegungen schier ineinander, lösen sich, um gleich wieder in eine neue Figürlichkeit zu gleiten. Das blauseidene Vertikaltuch ist bei dieser Darbietung nicht nur Requisit, sondern erweckt durch seine wellenartigen Bewegungen den Eindruck, als wiege sich das Paar im Wasser. Eine so noch nie gesehene Mischung aus Artistik, Tanz und Sinnlichkeit vollführen die beiden Artisten harmonisch über den Köpfen der Zuschauer ohne von der Erdanziehung oder den „Boden der Tatsachen“ gestört zu werden. Selbst tollkühne Kraftakte erscheinen bei diesem Duo immer spielerisch leicht und halten so das Publikum in ihrem Bann. Mit dem Diabolo erfreut Axel S., der sich selbst als jung, cool und selbstbewusst bezeichnet – der Popstar unter den Jongleuren. Mit seinen Showacts sorgt er für ein Show-Erlebnis der rasanten Art. Ein, zwei, drei Diabolos – Axel S. fährt im Handumdrehen zu artistischen Höchstleistungen auf. Musik, Mimik, Lichteffekte – die Show sprengt das Speedlimit jeder Performance, nur um wenige Lichtjahre später die Faszination der Langsamkeit zu entdecken. Leuchtdiabolos zeichnen faszinierende Muster in das Dunkel der Bühne und machen die Darbietung zu einem unvergesslichen Erlebnis. Farbenprächtiger Abschluss des Libori-Festes ist am Sonntagabend ab 22.30 Uhr das Libori-Sparkassen-Musikfeuerwerk vor der Stadtverwaltung, Am Abdinghof.