Fahrt in die Vergangenheit
Jugendamt der Stadt lud Schüler ein
Zu einer Fahrt in die Vergangenheit lud das Jugendamt der Stadt Paderborn Paderborner Schülerinnen und Schüler ein. Mit den 10. Klassen der Hauptschule Mastbruch, der Realschule Fürstenberg, der Hauptschule Heinrich und der Gesamtschule Friedrich-von-Spee fuhren Susanne Brinkmann und Bernd Jerrentrup zur Gedenkstätte des Konzentrationslagers Buchenwald. In dem in der Nähe von Weimar gelegenen Lager waren insgesamt eine Viertelmillion Menschen aus allen europäischen Ländern von Juli 1937 bis April 1945 während der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft inhaftiert. Die Zahl der Opfer wird auf etwa 56.000 geschätzt. Die Jugendlichen sahen zunächst einen Film und wurden dann 90 Minuten in Gruppen durch die Gedenkstätte geführt. Durch historische Dokumente, die Rekonstruktion von Einzelschicksalen und die bedrückende Atmosphäre des Originalschauplatzes konnten sich die jungen Leute ein anschauliches Bild über die Geschehnisse der damaligen Zeit machen. "Wir haben im Unterricht diesen Besuch vor- und auch nachbereitet", so Bernd Jerrentrup. Mit den aus dem Besuch resultierenden Erkenntnissen wolle man die Schülerinnen und Schüler befähigen, sensibel für fremdenfeindliche Tendenzen zu werden, Hintergründe zu kennen und sich gegen solche Tendenzen einzusetzen.