Klassische Streichquartette

Am Sonntag, 12. März im Neuhäuser Schloss

Das Kammerkonzert am Sonntag, 12. März, um 18 Uhr im Audienzsaal des Neuhäuser Schlosses beginnt mit einem Werk, das der italienische Komponist Giuseppe Santi (1729-1802) heftig attackierte: „Kann wohl der gesunde Menschenverstand die erste Violine so distonierend eintreten lassen?" Der beschimpfte Kollege war Wolfgang Amadeus Mozart. In diesem Jahr feiert alle Welt Mozarts 250. Geburtstag, kaum noch jemand erinnert sich an Santi. Aber das Streichquartett in C-Dur KV 465 behielt wegen der spannenden Einleitung den Beinamen „Dissonanzenquartett“. Am Sonntag wird es gespielt vom DAFO Quartett. Die vier mehrfach preisgekrönten jungen Damen aus Polen spielten bereits auf wichtigen Musikpodien Deutschlands wie der Tonhalle Düsseldorf oder der Liederhalle Stuttgart. Das Motto des Konzerts, „Streichquartette klassisch“, versteht sich vor dem Hintergrund der Kammerkonzerte der laufenden Saison: Nachdem das Modern String Quartet das „Streichquartett modern“ vorstellte, spielt das DAFO-Quartett Werke, die in der Tradition der Gattung stehen. Dazu zählen neben dem Werk Mozarts auch die von Mendelssohn Bartholdy und Bartók, dessen Werke bereits zur klassischen Moderne zählen. Eine Einführung bietet die Musikhochschule Detmold um 17.30 Uhr. Karten gibt es an der Abendkasse und im Ticketcenter am Marienplatz, Telefon (05251) 2 99 75 0.