Heinz Nixdorf gab der Stadt den entscheidenden Impuls

Feierstunde im Rathaus anlässlich des 20. Todestages

"Wir in Paderborn verneigen uns in Dankbarkeit vor der großen Lebensleistung von Heinz Nixdorf." Mit diesen Worten würdigte Bürgermeister Heinz Paus die Verdienste des Paderborner Computerpioniers anlässlich des 20. Todestages. In einer Feierstunde am Freitagabend gedachten im Paderborner Rathaus mehr als 200 Gäste der großen deutschen Unternehmerpersönlichkeit. Es erfülle mit Stolz, dass Heinz Nixdorf von Paderborn aus ein weltumspannendes Unternehmen aufgebaut habe, dass er trotz seines unvergleichlichen unternehmerischen Erfolges seiner Heimatstadt immer eng verbunden geblieben sei und sie nach Kräften gefördert habe. Mit der Verlegung seines "Labors für Impulstechnik" nach Paderborn habe Heinz Nixdorf der Stadt 1960 den entscheidenden Impuls für eine beispiellose Entwicklung gegeben. Der Bürgermeister, der neben Renate Nixdorf und den beiden Söhnen Martin und Matthias viele Weggefährten des Unternehmers begrüßen konnte, legte dar, dass Heinz Nixdorf in der Geschichte der Stadt Paderborn immer ein bedeutendes Kapitel für sich in Anspruch nehmen kann. Eine Gesellschaft komme ohne Menschen wie ihn nicht aus, sagte Christa Thoben, Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie in NRW. Gerade heute zeige sich, dass man auf solche starken Einzelpersönlichkeiten angewiesen sei. Wettbewerb und Mensch habe Heinz Nixdorf nie als Gegensatz gesehen. Der Wettbewerb sei für ihn stets eine Herausforderung gewesen, auf die man habe reagieren können. Der Paderborner Unternehmer sei bekennender Kapitalist gewesen, doch den Kapitalismus habe er stets in den Dienst des Menschen gestellt, so Thoben. Zum Abschluss der Feierstunde, die musikalisch am Klavier von Sandra und Andrius Urba begleitet wurde, erinnerte sich Dr. Gerhard Schmidt, Vorsitzender der Nixdorf-Stiftungen, als langjähriger Weggefährte an Heinz Nixdorf. Seine Denkkraft sei auffällig gewesen. In den letzten Schuljahren habe Heinz Nixdorf schneller rechnen können als seine Lehrer. Er sei Techniker und Betriebswirt zugleich gewesen und habe sich selbst und seine Umgebung zu Höchstleistungen herausgefordert. Persönlich sei Heinz Nixdorf bescheiden gewesen. "Er wollte das Leben für die Menschen besser machen", so Schmidt, der beispielhaft für die vielen sozialen Projekte die von Heinz Nixdorf geschaffenen Sportstätten und die Betriebskindergärten nannte.