Rote Karte für gelbe Säcke

ASP kontrolliert und lässt falsch gefüllte Säcke liegen

Die rote Karte für den gelben Sack. Das kann in den nächsten Wochen all jenen passieren, die nicht das in die Wertstoffsäcke packen, was reingehört. Denn die Mitarbeiter des Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetriebes Paderborn (ASP) nehmen die Säcke wieder genauer unter die Lupe. Falsch gefüllte Säcke werden dann nicht mehr entsorgt, sondern mit einem roten Hinweis-Aufkleber versehen und müssen vom Eigentümer nachsortiert werden. Damit will der ASP erreichen, dass nur noch lizenzierte Verpackungen, die mit dem grünen Punkt gekennzeichnet sind, in den gelben Sack gelangen. Abfallberater Dirk Lohfink weiß aus über zehnjähriger Erfahrung, dass den Bürgerinnen und Bürgern beim gelben Sack die richtige Sortierung immer noch schwer fällt. "Oft wird mit guter Absicht jeder Kunststoffabfall im gelben Sack gesammelt. Hinein gehören aber nur Verpackungen aus Kunststoff und Verbundstoff mit dem grünen Punkt". Nicht hinein gehören Fremdstoffe wie beispielsweise Kinderspielzeug, Baukunststoffe (Styropor aus der Dämmung, Folie aus der Landwirtschaft und sonstige Gebrauchskunststoffe von der Abdeckplane bis zur Zahnbürste), die nach wie vor in die Restmülltonne gehören. Auf jedem gelben Sack ist zur genaueren Information eine Sortieranleitung aufgedruckt. Noch immer werden Abfälle ohne grünen Punkt in die Säcke gepackt. Der grüne Punkt ist das Lizensierungszeichen der Duales System Deutschland GmbH (DSD) und zeigt, dass der Verbraucher für die Entsorgung und Verwertung der Verpackung bezahlt hat. Bei einem hohen Anteil an Abfällen ohne grünen Punkt läuft der ASP Gefahr, dass die Entgelte für die Einsammlung der Wertstoffsäcke gekürzt werden. Weitere Informationen bei den Mitarbeiterinnen des ASP-Service-Centers (Tel. 05251 / 88-1710) oder im Internet unter der Adresse "www.asp-paderborn.de".