Batterien zum Sonderabfall
ASP sammelte 5,6 Tonnen Altbatterien ein
Die Batterie: Sie ist so klein, so praktisch und so umweltgefährlich. Darauf weist der Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb Paderborn (ASP) hin. Trotz zahlreicher Sammelstellen ist die Sammelquote der Kraftpakete bundesweit nach wie vor unbefriedigend: Lediglich ein Drittel der verkauften Batterien wurden im letzten Jahr wieder zurückgebracht und konnten somit umweltgerecht entsorgt werden, so die alarmierende Statistik der Stiftung "Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien - GRS ". An die Risiken für die Umwelt wird offensichtlich bei der Entsorgung nicht gedacht, zu oft wandern verbrauchte Batterien einfach in den Restmüll. Dabei enthalten Batterien eine Vielzahl umweltschädlicher Stoffe wie Cadmium, Quecksilber, Zink oder Blei ganz zu schweigen von Säuren und Laugen. Ein Mix, der absolut nichts im Hausmüll zu suchen hat. "Zudem ist die Rückgabe für jeden Verbraucher denkbar einfach", betont Abfallberaterin Mechthild Hopmeier vom ASP. "Bereits seit vielen Jahren sind alle Geschäfte, die Batterien verkaufen, gesetzlich verpflichtet, Altbatterien kostenlos entgegen zu nehmen." In den meisten Fällen steht im Eingangsbereich oder im Verkaufsregal ein grüner Karton als Sammelbox. Dort eingeworfen, können die kleinen Chemiecocktails richtig entsorgt werden. Alternativ können natürlich die verbrauchten Batterien an der ASP-Schadstoffsammelstelle "An der Talle" oder jedem 1. Freitag im Monat an dem Recyclinghof Driburger Straße abgegeben werden. Auch beim Schadstoffmobil, das zweimal im Jahr im Stadtgebiet unterwegs ist, werden die kleinen Giftpakete angenommen. Vom ASP wurden im letzten Jahr auf diese Weise rund 5,6 Tonnen Altbatterien eingesammelt. Für das gesamte Bundesgebiet erfasste die verantwortliche Stiftung "GRS" im gleichen Zeitraum 2005 über 12.200 Tonnen Altbatterien. Dem gegenüber stehen aber ca. 34.600 Tonnen, die letztes Jahr neu verkauft wurden. Die erschreckende Recyclingquote für Altbatterien liegt demnach bei niedrigen 35 Prozent. Hier gibt es noch viel zu tun. "Wer die Umwelt schützen und dabei sparen will, sollte Batterien meiden und lieber zu Akkus greifen", so die Abfallberaterin. Auch die eine oder andere Alternative, beispielsweise ein solarbetriebener Taschenrechner, ist aus Umweltgesichtspunkten die bessere Wahl.