Canossa-Ausstellung ein voller Erfolg
Kostbarkeiten aus aller Welt begeisterten 185.000 Besucher
185.000 Besucher, darunter viele Gäste aus Wissenschaft und Wirtschaft, sowie zahlreiche Vertreter der internationalen Leihgeber haben die große historische Ausstellung „Canossa 1077 – Erschütterung der Welt. Geschichte, Kunst und Kultur am Aufgang der Romanik“ gesehen. Dreieinhalb Monate lang waren rund 700 kostbare Exponate aus aller Welt in Paderborn zu Gast. „Es ist uns gelungen, über das dramatische Schlüsselereignis CANOSSA ein schwieriges historisches Thema publikumswirksam in Szene zu setzen. Wir konnten Besucher aus dem ganzen Bundesgebiet, aus Italien und anderen europäischen Staaten für eine spannende und historisch eminent wichtige Epoche begeistern. Einzigartig ist zugleich der wissenschaftliche Ertrag des Unternehmens“, freute sich Prof. Dr. Christoph Stiegemann, einer der Geschäftsführer der Ausstellungsgesellschaft, beim Abschluss-Pressegespräch. „Paderborn hat mit der Canossa-Präsentation sein Profil als Austragungsort bedeutender Mittelalter-Ausstellungen deutlich schärfen können. Den drei Partnern Stadt, Erzbistum und Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ist es als Träger der Ausstellungsgesellschaft in bewährter Kooperation gelungen, das international bedeutende Projekt mit seinen drei Ausstellungsorten im Herzen der Stadt Paderborn bundesweit publikumswirksam zu präsentieren“, ergänzte Paderborns Bürgermeister Heinz Paus. Die Stadt habe sehr von dem kulturellen Großereignis profitiert; auch Hotels, Gastronomie und Handel ziehen eine positive Bilanz. Viele Kulturinteressierte nutzten den Ausstellungsbesuch um die Stadt oder das Umland kennen zu lernen. Auf etwa 3.000 Quadratmetern zeigte die Canossa-Ausstellung kostbare Goldschmiedearbeiten und Elfenbeinschnitzereien, reich illustrierte Handschriften, darunter imposante Riesenbibeln, Architekturfragmente mit ungewöhnlicher Ausdruckskraft, Sarkophage, Waffen, Skulpturen und Gemälde. Modelle und moderne Medien verbanden sie zu einem sinnlich erfahrbaren Zeitbild des 11. und frühen 12. Jahrhunderts. Neben den Trägern des Projektes - Stadt und Erzbistum Paderborn, sowie Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) förderten Stiftungen aus dem ganzen Bundesgebiet, Sponsoren aus Paderborn und der Region Ostwestfalen, die sich im Kulturfonds Paderborn e.V. zusammengefunden haben, die Ausstellung mit mehr als einer Million Euro. Der Gesamtetat betrugt rund fünf Millionen Euro. Bis zum letzten Tag wurden Führungen durch die Ausstellung gebucht, insgesamt fast 4.300. Gut 1.000 davon nahmen Schulklassen wahr, die besonderes Interesse an den zehn verschiedenen Themenführungen zeigten. „Wir haben das Thema CANOSSA auf vielfältige Weise flankiert“, erklärte Wolfgang Walter, Beigeordneter der Stadt Paderborn und verantwortlich für die Ausstellungseinheit in der Städtischen Galerie. „Mit der Rezeptionsgeschichte des Begriffs CANOSSA konnten wir in der Städtischen Galerie eindrücklich den Bezug zur Gegenwart herstellen und gerade für junge Menschen thematische Zugänge schaffen. Auch unsere wissenschaftlichen Vorträge, die kulturellen Veranstaltungen und Kreativprogramme für Kinder und Jugendliche waren hervorragend besucht.“ Etwa 5.500 Interessierte besuchten die Vortragsveranstaltungen, Werkstattgespräche, Konzerte und Theateraufführungen des Begleitprogramms. Lob kam auch von internationalen Leihgebern. „Wir haben uns mit diesem Ausstellungsprojekt einmal mehr bei internationalen Leihgebern als kompetente Partner für große Kunst- und Kulturhistorische Ausstellungen profilieren können. Viele internationale Sammlungen, wie das berühmte Victoria and Albert Museum in London, haben uns für unser stimmiges Ausstellungskonzept und die hohe Professionalität im Umgang mit den Leihgaben gelobt“, sagte Prof. Dr. Matthias Wemhoff, einer der Geschäftsführer der Ausstellungsgesellschaft. Seit 6. November arbeitet das Ausstellungsteam am Abbau. Die Exponate kehren an ihre „Heimatorte“ zurück oder werden an andere Ausstellungen weitergereicht. In etwa fünf Monaten werden die drei Museen wieder ihre Dauerausstellungen zeigen können.