Mbira Musik aus Simbabwe

In der Franziskanerkirche

© Stadt Paderborn

Zum vierten Mal macht der Klangkosmos Weltmusik in NRW Station in der Franziskanerkirche Paderborn. Am Sonntag, 19. November, um 17 Uhr erklingt neue Mbira Musik aus Simbabwe. Das Kulturamt lädt zu diesem eintrittsfreien Konzert ein. Die Mbira gehört zu den Lamellophonen, die fast überall in Schwarzafrika als grundlegendes Element der Bantu Kultur verbreitet sind. Im Gegensatz zur Trommel, die es in allen Kulturen gibt, sind sie tatsächlich nur in Afrika gebräuchlich. Die Mbira Musik der Shona aus Simbabwe ist die technisch höchstentwickelte Variante. Archäologen haben etwa 1.500 Jahre alte Mbiralamellen aus Metall gefunden. Da es aber auch Lamellophone aus Bambus und anderen Materialien gibt, geht man davon aus, dass dieses Instrument viel älter ist – mehr als 2.500 Jahre alt. Traditionsgemäß wird die meditative Mbira Musik mit ihren hypnotisierenden, beruhigenden Klängen gespielt, um verstorbene Vorfahren anzurufen. Die Ahnen kommen nämlich nur, wenn sie Musik hören, die sie kennen: Mbiramusik. Die Interpretin Chiwoniso Maraire ist Sängerin, Perkussionistin und Mbira-Spielerin. 1976 in den USA als Tochter eines Musikethnologen geboren, lebt sie seit 1990 wieder in Simbabwe, der Heimat Ihres Vaters. Seit ihrem vierten Lebensjahr spielt sie die Mbira. Ihren Stil entwickelte sie selbst, fügte den traditionellen Wurzeln Neues hinzu und schafft so eine Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Sie nahm an Aufsehen erregenden multinationalen Bandprojekten wie „Ancient Voices“ und „All Women Band“ teil. 1999 gewann sie mit ihrer Band den „UNESCO Award for the Arts“ und spielte 2000 bei bedeutenden Festivals (u.a. Roskilde/Dänemark) und der EXPO in Hannover. Im Paderborn tritt sie mit Adam Chisvo und Malvern Kujeke auf.