Canossa-Vortrag
In der Städtischen Galerie
Im Rahmenprogramm der Canossa-Ausstellung spricht am Donnerstag, 7. September, ab 20 Uhr Dr. Hans Walter Stork von der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg über Mathilde von Tuszien und Dantes „Göttliche Komödie“. Veranstaltungsort ist die Städtische Galerie Am Abdinghof. Der Eintritt ist frei. Im Jahr 1749 erwarb der Kieler Theologe Johann Peter Kohl eine Dante-Handschrift bei einer Versteigerung in Hamburg und überließ sie 1768 zusammen mit seiner Bibliothek dem Christianeum. Der so genannte „Codex Altonensis“ ist in der dritten Ausstellungseinheit in der Städtischen Galerie, die das Nachleben Canossas betrachtet, ausgestellt. Im 28. und 29. Gesang der Göttlichen Komödie tritt eine Dame namens Matelda auf, die in der Auslegung der Gesänge seit jeher mit der Markgräfin Mathilde von Canossa in Verbindung gebracht wird. Insgesamt neun eindrucksvolle Federzeichnungen illustrieren den Text. Als Wächterin ist Matelda eine wirkliche Person wie Beatrice und keine Symbolgestalt. Hier sind ikonographisch die größten Ähnlichkeiten zu Sandro Botticellis Dante-Illustrationen zu beobachten.