Stadt bezweifelt Rattengeschichte
Familie lehnte Umzug in andere Übergangsheime mehrfach ab
"Wir haben Grund dazu, an der Richtigkeit der Geschichte mit der Ratte zu zweifeln". Das sagte der Paderborner Sozialdezernent Wolfgang Walter angesichts der Meldung, dass in einem Paderborner Asylbewerberheim eine Mutter beim Stillen ihres Kindes von einer Ratte ins Gesicht gebissen wurde. Die Betreffende habe sich zwar in einem Paderborner Krankenhaus behandeln lassen und wurde dort prophylaktisch gegen Tollwut behandelt. Eine Maßnahme, die bei Tierbissen jeglicher Art angesagt ist. Das sei jedoch nicht unverzüglich, sondern erst Stunden später passiert. Die Lippenverletzung habe jedoch nicht eindeutig als Rattenbiss identifiziert werden können. Die Stadt habe turnusgemäß am 1. September und nochmalig am gestrigen Tag einen Schädlingsbekämpfer das Gebäude kontrollieren lassen, der keinerlei Rattenspuren festgestellt habe, so Walter. Das Sozialamt habe der Familie mehrfach in den letzten Monaten andere Unterkünfte angeboten, die jedoch immer wieder abgelehnt worden waren.