Mehrfach andere Unterkunft angeboten
Stadt Paderborn zum Rattenbiss in einem Asylbewerberheim
"Wir bedauern den Vorfall und fordern die Familie zum wiederholten Male auf, die Unterkunft, die in Kürze abgerissen werden soll, nun endlich zu verlassen." Diesen Appell richtet Sozialdezernent Wolfgang Walter an eine Asylbewerberfamilie aus Afghanistan, die in einem Paderborner Übergangswohnheim lebt. Die Ehefrau war in der Nacht zum Samstag erneut von einer Ratte gebissen worden. Bereits nach dem ersten Angriff hatte die Stadt die Familie aufgefordert, in ein anderes Wohnheim umzuziehen. Die Familie, deren Asylantrag rechtskräftig abgelehnt und die von der Abschiebung bedroht ist, lehnte einen Umzug in ein anderes Heim bisher jedoch ab. "Auch im Interesse der Kinder sollte die Familie ihre bisherige Verweigerungshaltung aufgeben", so Wolfgang Walter. In einem anderen Heim wird derzeit eigens für diese Familie eine entsprechende Wohnung hergerichtet. Bis dort eingezogen werden kann, wird der siebenköpfigen Familie ein Ausweichquartier zur Verfügung gestellt, das sofort bezogen werden kann. Die Stadt hat innerhalb der letzten Wochen mehrfach zusätzlich einen Schädlingsbekämpfer das Gebäude kontrollieren lassen, der keinerlei Spuren feststellen konnte, die auf einen Rattenbefall hindeuten.