Altbatterien zum Sonderabfall
ASP gibt Tipps zur richtigen Entsorgung
Die Batterie: Sie ist so klein, so praktisch und aber auch so umweltschädlich. Trotz zahlreicher Sammelstellen ist die Sammelquote der Batterien nach wie vor unbefriedigend: Weniger als die Hälfte der verkauften "Kraftpakete" werden wieder zurückgebracht und können somit umweltgerecht entsorgt werden, so die alarmierende Statistik der Stiftung "Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien - GRS ". An die Risiken für die Umwelt wird offensichtlich bei der Entsorgung nicht gedacht, zu oft wandern verbrauchte Batterien einfach in den Restmüll. Dabei enthalten Batterien eine Vielzahl umweltschädlicher Stoffe wie Cadmium, Quecksilber, Zink oder Blei ganz zu schweigen von Säuren und Laugen. Ein Mix, der absolut nichts im Hausmüll zu suchen hat. "Zudem ist die Rückgabe für jeden Verbraucher denkbar einfach", betont Abfallberaterin Mechthild Hopmeier vom ASP. "Bereits seit vielen Jahren sind alle Verkaufsstellen, die Batterien vertreiben, gesetzlich verpflichtet, Altbatterien kostenlos entgegen zu nehmen." In den meisten Fällen steht im Eingangsbereich oder im Verkaufsregal ein grüner Karton als Sammelbox. Dort eingeworfen, können die kleinen Chemiecocktails richtig entsorgt werden. Alternativ können natürlich die verbrauchten Batterien an der ASP-Schadstoffsammelstelle An der Talle oder jeden ersten Freitag im Monat am Recyclinghof Driburger Straße abgegeben werden. Auch beim Schadstoffmobil, das zweimal im Jahr im Stadtgebiet unterwegs ist, werden die ausgedienten Kraftpakete angenommen. Vom ASP wurden im letzten Jahr auf diese Weise rund 6,6 Tonnen Altbatterien eingesammelt. Für das gesamte Bundesgebiet erfasste die verantwortliche Stiftung "GRS" im gleichen Zeitraum über 13.100 Tonnen Altbatterien. Dem gegenüber stehen rund eine Milliarde Batterien (ca. 31.190 Tonnen), die letztes Jahr neu verkauft wurden. Die Rückgabequote für Altbatterien liegt demnach bei niedrigen 42 Prozent. "Hier gibt es noch viel zu tu", so Mechthild Hopmeier. "Der beste Umweltschutz ist“, so die Abfallberaterin, "möglichst wenig Gebrauch von Batterien zu machen. Durch die Nutzung von Akkus kann hier viel eingespart werden, sogar an Geld." Auch die eine oder andere Alternative, z.B. solarbetriebene Taschenrechner sind aus Umweltgesichtspunkten die bessere Wahl. Um Werbung für eine ordnungsgemäße Entsorgung zu machen und damit die Recyclingquote zu steigern, macht im Übrigen die BATT-Recycle-Tour 2007 im Juni auch in der Paderborner Innenstadt Station.