Paderborn reagiert mit Luftreinhalteplan
Stickstoffdioxid-Gehalt am Grenzwert
Nachdem der Feinstaub in Paderborn kein Problem war, könnte der Stickstoffdioxid-Gehalt eines werden. Wie die Bezirksregierung Detmold der Stadt Paderborn am 25. April mitteilte, waren im letzten Jahr an der Bahnhofstraße und der Friedrichstraße leicht über dem zurzeit zulässigen Jahresmittelwert von 48 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (das sind 48 Millionstel Gramm) liegende Werte gemessen worden. An der Bahnhofstraße ergab die Auswertung von so genannten Passivsammlern (Kästen, die fortwährend messen) Jahresmittelwerte von 53 Mikrogramm pro Kubikmeter und an der Friedrichstraße 50 Mikrogramm pro Kubikmeter. Der 2006 an der Friedrichstraße stationierte Messcontainer ermittelte einen Jahresmittelwert von 47 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Auch mit Blick auf den ab 2010 einzuhaltenden Grenzwert für das Stickstoffdioxid-Jahresmittel von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter, besteht in Paderborn Handlungsbedarf. "Wir werden uns in Kürze mit den Experten des Regierungspräsidenten treffen, um die ersten Schritte für einen Luftreinhalteplan zu besprechen", so Dr. Frank Becker, Leiter des Amtes für Umweltschutz und Grünflächen der Stadt Paderborn. Die Bezirksregierung muss nach dem Gesetz im Einvernehmen mit der Stadt einen solchen Plan erstellen. An 37 Messstellen war 2006 in ganz NRW der Stickstoffdioxid-Gehalt so hoch, dass Luftreinhaltepläne notwendig werden. Die Stickstoffdioxid-Belastung ist hauptsächlich an den Hauptverkehrsstraßen hoch. Dazu tragen insbesondere Dieselfahrzeuge bei, deren Anteil zugenommen hat. Sie haben einen deutlich höheren Stickstoffdioxid-Ausstoß als Benziner.