Libori-Orgel spielt für Essensfonds
Spendensammlung für bedürftige Kinder
Zwischen Le Mans Wall und Franziskanermauer am Beginn der Kirmesmeile, ist sie kaum zu übersehen: Die große Kirmesorgel des Schaustellers Walter Schneider. Stündlich spielt sie auf, und zwar kostenlos. Lediglich eine freiwillige Spende wird erbeten, die die Familie Schneider wie jedes Jahr einer sozialen Einrichtung in Paderborn spendet. „Dieses Jahr gehen die Spenden an den Essensfonds der Bürgerstiftung“ erklärt Walter Schneider. Damit soll zur Mittagsverpflegung bedürftiger Kinder an den Offenen Ganztagsschulen beigetragen werden. Schon mehr als zwölf verschiedene Einrichtungen konnten über die Jahre hinweg von den gesammelten Spenden der Libori-Konzerte profitieren. „Dieses Geld wird uns helfen, Kinder aus finanzschwachen Familien zu unterstützen“, freut sich Nilgün Özel von der Bürgerstiftung über das Anliegen von Walter Schneider. Die mittlerweile über 100 Jahre alte Orgel lockt mit dem Tonumfang einer Kirchenorgel, der Lautstärke einer Blaskapelle und ihren 336 Stimmen die Kirmesbesucher in ihren Bann. Jung und Alt bestaunen die prächtigen Verzierungen und lauschen der außergewöhnlichen Musik, einer Mischung aus Orgeltönen, Xylophon und Beckenschlägen. Seit 1970 kommen die Schausteller nun schon mit ihrer Kirmesorgel zum Libori-Fest. „Die Orgelkonzerte hier sind zur Tradition geworden, ansonsten lassen wir unser Instrument nur noch zu Jubiläumsveranstaltungen aufspielen“, verrät Schneider. Über vier Generationen hinweg ist die Orgel nun schon in Familienbesitz. Während der 1930er Jahre, als es noch keine großen Musikanlagen gab, wurde sie zur Unterhaltung der Kirmesbesucher neben einem Karussell platziert. „Mittlerweile ist sie eine Attraktion für sich und spielt hoffentlich noch viele Spenden für gute Zwecke ein“, hofft Walter Schneider.