Ein Regen, wie er alle 50 Jahre kommt
Hochwasserschutz-Investionen in Paderborn zahlen sich aus
70 Liter Wasser pro Quadratmeter in Teilen von Paderborn. Regengüsse, wie sie nur alle 50 Jahre vorkommen, und immerhin eine Wassermenge, die zehn Prozent des Paderborner Jahresniederschlags ausmacht. Trotz dieser Fakten des gestrigen Unwetters meldete das Gruppenklärwerk in Paderborn-Sande keine außergewöhnlichen Schäden. Die Anlage, die täglich normalerweise 50.000 Kubikmeter klärt, hatte es durch das Unwetter mit der dreifachen Menge zu tun. "Trotz der Wassermassen konnten wir die Grenzwerte einhalten", berichtet Raimund Prenger, Betriebsleiter des Stadtentwässerungsbetriebes Paderborn. 15 Mitarbeiter seien bis 4 Uhr früh im Einsatz gewesen, um den ordnungsgemäßen Betrieb der Anlage und des Kanalnetzes zu gewährleisten. Die Investitionen in das Gruppenklärwerk und das Kanalnetz von sieben bis zehn Millionen Euro pro Jahr in den letzten Jahren hätten sich gelohnt, so der Betriebsleiter. Nicht nur unterirdisch, sondern auch im Hochwasserschutz an Flüssen und Bächen im Stadtgebiet, gab es keine großen Probleme. "Durch den Ausbau der Gewässer und neue Hochwasserrückhaltebecken hatten wir für diese Wassermassen genügend Stauraum", so Dr. Frank Becker, Leiter des Amtes für Umweltschutz und Grünflächen. "Noch vor zehn Jahren hätten wir mit einem solchen Wetter etliche Probleme bekommen."