Abdinghof wird zur Denkmal-Meile

Minister Oliver Wittke beim Tag des offenen Denkmals in Paderborn

© Stadt Paderborn

Der Abdinghof in Paderborn wird zur Denkmal-Meile. An der Straße mitten in der Stadt reihen sich fast alle Denkmäler auf, die am 9. September beim bundesweiten Tag des offenen Denkmals ihre Pforten öffnen werden. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat in diesem Jahr das Thema „Orte der Einkehr und des Gebets – historische Sakralbauten“ ausgewählt. Interessenten können sich an diesem Tag durch die Klosterkirche St. Michael, die Pfarrkirche St. Margaretha Dahl, die Barockkapellen im Dom und die Abdinghofkirche führen lassen. Informationen über die geöffneten Denkmäler und die Führungen sind in einem Flyer zusammengefasst. Er ist bei der Tourist-Info am Marienplatz und an der Info-Zentrale in der Stadtverwaltung, Am Abdinghof, erhältlich. Durch die Klosterkirche St. Michael und den Klostergarten führen um 10 Uhr Schwester M. Leonie Meyenberg und Schwester M. Theresia Brammen. Treffpunkt ist der Eingang der Klosterkirche in der Michaelstraße 17. Klaus Hohmann führt um 11 und 15.30 Uhr durch die Pfarrkirche St. Margaretha Dahl. Treffpunkt ist in der Kirche an der Schlotmannstraße 9. Um 14.30 Uhr bietet Dr. F. Gerhard Hohmann eine Führung durch die Barockkapellen im Dom an. Treffpunkt ist im Langhaus des Domes am Domplatz 1. Vier Führungen, nämlich um 11, 12, 16 und 17.30 Uhr bieten Dr. Bettina Heine-Hippler, Dr. Sven Spiong und Wilhelm Krüggeler durch die Abdinghofkirche an. Besichtigt wird auch die Grabung. Um 14 Uhr wird an der Abdinghofkirche Oliver Wittke, Minister für Bauen und Verkehr des Landes, erwartet. Am Abdinghof findet außerdem ein historischer Markt statt, auf dem Denkmalschutz und Denkmalpflege hautnah zu erleben sind. Die Klosterkirche St. Michael wurde Ende des 17. Jahrhunderts im Auftrag des Fürstbischofs Hermann Werner von Wolff-Metternich erbaut. 1893 wurde ein Nonnenchor angebaut. 1945 brannte die Klosterkirche bis auf die Umfassungsmauern aus, zwei Jahre später wurde sie wiederhergestellt. Die Klosterkirche ist in diesem Jahr innen saniert worden. Infos zum Kloster und der im Klostergarten vorhandenen Denkmäler - dem Neorenaissance-Brunnen, dem barocken Treppenaufgang und der Alexiuskapelle - werden bei einem Rundgang gegeben. Die katholische Pfarrkirche St. Margaretha in Dahl, eine dreischiffige neugotische Hallenkirche aus Bruchsteinmauerwerk, wurde 1852 bis 1855 nach Entwürfen des Diözesan- und Dombaumeisters Uhlmann errichtet. Zur wertvollen Ausstattung gehören unter anderem zwei Chorfiguren aus dem Vorgängerbau, eine Randebrock-Orgel (1855/56) sowie der Flügelaltar (1912) mit geschnitzten biblischen Darstellungen auf den Innenseiten. Im letzten Jahr war die Renovierung der Kirche abgeschlossen worden. Die ansonsten von kunstvoll geschmiedeten Gittern geschützten Barockkapellen im Dom können nur zur Führung um 14.30 Uhr betreten werden. Je vier Kapellen, die fast alle im 17. Jh. entstanden, sind an der Nord- und Südseite des Domes angelagert. Prachtvolle Portalrahmungen sowie Inschriften und Familienwappen der Domherren sind darin zu bewundern. Die Abdinghofkirche war Teil des ehemaligen Klosters Abdinghof. Die Krypta wurde 1023 geweiht, die Kirche 1031 durch Bischof Meinwerk. Seit 1871 ist sie evangelische Pfarrkirche. Im zweiten Weltkrieg war sie zerstört worden, wurde bis 1951 wieder aufgebaut. 2005/2006 war der Westbau restauriert worden.