Großer Wurf gelungen
Neuhäuser Judokas übergaben Akten an Paderborner Stadtarchiv
Die meisten Gegner landen nach ihren Würfen regelmäßig auf der Matte. Nach ihrem jüngsten Wurf landete all das, was der Judo-Club Schloß Neuhaus e.V. nicht mehr für den laufenden Geschäftsbetrieb benötigt, im Paderborner Stadtarchiv. Seinen 30. Geburtstag als eingetragener Verein nahm der JC Schloß Neuhaus zum Anlass, seine für die Überlieferung der Vereinsgeschichte wertvollen Sammlungsbestände zur Aufbewahrung in die professionellen Hände des Stadtarchivs Paderborn zu geben. Stadtarchivar Rolf-Dietrich Müller freut sich über das erste umfassende Aktenmaterial eines Sportvereins und hofft, dass dem Beispiel des JC andere Sportvereine folgen. „Das Stadtarchiv Paderborn sichert und bewahrt das für die Geschichte der Stadt wichtige Schriftgut. Als Sportstadt hat Paderborn gerade in diesem Bereich viel zu bieten.“ Das Stadtarchiv sorgt nun dafür, dass das Sammlungsgut des JC geordnet und verzeichnet wird. Die wichtigste Aufgabe ist jedoch die der Konservierung. Unter optimalen Bedingungen, zu denen an erster Stelle klimatisierte Magazine gehören, bleiben die Dokumente der Vereinsgeschichte nun auch künftigen Generationen erhalten. Die Akten des JC Schloß Neuhaus reichen bis ins Jahr 1969 zurück, als in Schloß Neuhaus die ersten Judobegeisterten auf die Matten fanden, zunächst noch mit einem englischen Trainer in der Kaserne in Sennelager. Acht Jahre hat es dann noch gedauert bis sich der „Judoklub“ die Rechtsform „e.V.“ gab. In 38 Jahren sammelt sich viel Material an: Schriftwechsel, Vereinszeitschriften, Filme, Plakate, Ausschreibungen, jede Menge Fotos und vor allem Negative. Alles in allem knapp drei Meter Archivgut, das in den kommenden Jahren kontinuierlich wachsen wird. Mit der Abgabe ist dem JC ein großer Wurf gelungen, sind sich der 1. Vorsitzende des Vereins, Thomas Güth, und Stadtarchivar Rolf-Dietrich Müller einig: Der JC sichert seine Überlieferungsgeschichte, das Stadtarchiv einen wichtigen Aspekt der Stadtgeschichte.