Ein Zentrum für die ganze Familie
Kindertagesstätte Heidehaus kooperiert mit vielen Partnern
Im März letzten Jahres hatte sich die Kindertagesstätte Heidehaus für die Teilnahme an der Pilotphase - Familienzentrum - der nordrhein-westfälischen Landesregierung beworben. Im Mai 2006 kam dann die positive Nachricht: Die fast 100 Kinder umfassende Kindertageseinrichtung wird als einzige im Stadtgebiet zu einem Familienzentrum ausgebaut. Einer der Schwerpunkte in der Entwicklung zum Familienzentrum ist die Kooperationen mit verschiedenen Partnern aus unterschiedlichen Institutionen. So treffen sich alle zwei bis drei Monate in der Einrichtung Kooperationspartner aus verschiedenen Bereichen. Bei der letzten Zusammenkunft waren Hubertus Werner, Rektor der Bonifatius-Grundschule, Jutta Köpping als Elternvertreterin, Annelie Segin vom Jugendamt der Stadt Paderborn, Monika Wiegand-Timmermann von der Erziehungsberatungsstelle des Freien Beratungszentrums Paderborn, Christa Pennig von IN VIA, Norman Hansmeyer vom Jugendhaus Heide, Willi Zenses als Leiter des Sozialbezirks II des Jugendamtes der Stadt Paderborn, Ulrich Mertens vom Migrationsdienst des Caritas-Verbandes Paderborn Mi Cado, Veronika Balz von der Suchtprävention und Gesundheitsförderung des Caritas-Verbandes Paderborn sowie Regina Hackert von der Paderborner Volkshochschule dabei. Michaela Körner, Leiterin der Kindertagesstätte Heidehaus: „Da wir diese direkten Kontakte zu den Partnern in der unmittelbaren Nähe haben, können wir es den Familien erleichtern, verschiedenste Angebote im Haus wahrzunehmen.“ Einbezogen werden vor allem Eltern und Familien des Stadtteils in die Arbeit der Kindertagesstätte. „Unser Ziel ist es, weitere Möglichkeiten zu schaffen, um die KiTa für Eltern als sozialen Treffpunkt zu öffnen. So sind zum Beispiel alle zwei Wochen Familien zu einem gemeinsamen Frühstück eingeladen. Einmal im Monat kommen Eltern in die Einrichtung, um in der Kita Bücherei als Vorlesepaten den Kindern (mehrsprachig) vorzulesen. Seit der Projektbeteiligung führt die Einrichtung beispielsweise Sprachfördermaßnahmen für Frauen, eine Angebotsreihe zum Thema Gesundheit sowie einen Computerkurs für Migrantinnen durch. „Wir haben viele positive Rückmeldungen auf unsere Angebote bekommen. Das zeigt uns, dass wir damit auf die Bedürfnisse der Eltern und Familien eingehen." Durch den engagierten Einsatz der Kooperationspartner sind unterschiedliche Beratungsangebote für Familien in den Räumen der Kita möglich. Familien haben so die Möglichkeit, unterstützende Angebote vor Ort wahrnehmen zu können. Michaela Körner betont, dass gerade der hohe Anteil von Eltern mit Migrationserfahrung der Einrichtung eine besondere Verantwortung auferlegt. „Wir haben hier mit unserem internationalen Müttertreff schon sehr gute Erfahrungen gemacht, um Sprachbarrieren zu überwinden und Grenzen zwischen den Kulturen abzubauen“. Interessierte sind herzlich eingeladen, die KiTa Heidehaus zu besuchen, um sich vor Ort ein Bild über die Entwicklung zum Familienzentrum zu machen.