NRW-Kunststiftung unterstützt auch "Tatort Paderborn"
Delegation begeistert von Radziwill-Ausstellung
Die Kunststiftung NRW wird auch weiterhin Projekte in Paderborn fördern und unterstützen. Diese Zusage gaben Präsident Dr. Fritz Schaumann und Generalsekretärin Regina Wyrwoll bei ihrem Besuch in der Stadt Bürgermeister Heinz Paus und Kulturdezernent Carsten Venherm. Begleitet wurde die Delegation von Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl. Nachdem die NRW-Stiftung im vergangenen Jahr die Ausstellung "Canossa 1077 - Erschütterung der Welt" mit 500.000 Euro unterstützt hatte, darf sich die Kuratorin des Public Art-Projekts "Tatort Paderborn - Irdische Macht und Himmlische Mächte", Ingrid Raschke-Stuwe, über 80.000 Euro freuen. "Ihr Konzept", so Stiftungspräsident Dr. Fritz Schaumann zu Ingrid Raschke-Stuwe, "hat uns überzeugt, ja sogar fasziniert." In der Städtischen Galerie in der Reithalle Schloß Neuhaus entführte die Leiterin der Galerie, Dr. Andrea Wandschneider, die Gäste, zu denen auch der Leiter des Diözesanmuseums, Prof. Dr. Christoph Stiegemann, und der Leiter der Kaiserpfalz, Dr. Martin Kroker, hinzugestoßen waren, in die Welt Franz Radziwills. Am Beispiel einiger exemplarischer Gemälde machte Dr. Andrea Wandschneider deutlich, warum das Werk des 1895 geborenen und 1983 gestorbenen Künstlers mit zu den faszinierendsten künstlerischen Äußerungen der deutschen Malerei des 20. Jahrhunderts gehört. "Es handelt sich", so die Galerieleiterin, "um ein Werk von extremer Eigenwilligkeit , das sich gegen die Einordnung in allgemeine Stilströmungen sperrt. Die sehr gut besuchte Ausstellung "Franz Radziwill - drohend vertraute Welten" ist noch bis 25. März in der Städtischen Galerie in der Reithalle Schloß Neuhaus zusehen. Geöffnet ist sie täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, der Eintritt ist wie bei allen städtischen Galerien frei.