Feinstaub kein Problem

Bilanz der Messungen an der Paderborner Friedrichstraße erfreulich

Die Paderborner können durchatmen - Feinstaub ist in der Stadt kein Problem. Die vom Landesumweltamt Essen 2006 an der Friedrichstraße gemessenen Werte liegen deutlich unter der von der Europäischen Union erlassenen Richtlinie. Diese sieht vor, dass der Feinstaub-Tagesmittelwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (das sind 50 Millionstel Gramm) an maximal 35 Tagen überschritten werden darf. Bei der Messung an der Paderborner Friedrichstraße wurde im letzten Jahr eine Überschreitung des EU-Wertes an 20 Tagen im gesamten Jahr festgestellt. "Damit hat sich der von uns vorgeschlagene Weg als richtig erwiesen", so Bürgermeister Heinz Paus. Mit den Messungen der Luftqualität an der Friedrichstraße wurde das erfüllt, was der Bürgermeister im Mai 2005 gegenüber der damaligen Landesumweltministerin Bärbel Höhn gefordert hatte. Ohne konkrete Messungen, lediglich über eine Computerberechnung, ein so genanntes Screening, hatte das Land Ende 2004 die Luftschadstoffsituation an der Friedrichstraße bestimmt. Völlig unberücksichtigt dabei blieben beispielsweise die bundesweit vorbildlichen Aktionen des PaderSprinters zur Verringerung des Schadstoffausstoßes bei den Bussen, wie etwa die Einführung von Rußpartikelfiltern schon 1995. Auch deshalb bezeichnet der Verband deutscher Verkehrsunternehmen den PaderSprinter als "Leuchtturm" in Deutschland. Auf der Basis der Ende 2004 rechnerisch ermittelten Werte hatte das Landesumweltministerium die Stadt direkt vor der Landtagswahl im Mai 2005 aufgefordert, einen Aktionsplan aufzustellen. Paus macht noch einmal deutlich, dass die Schnellschüsse der alten Landesregierung nicht zur Vertrauensbildung beigetragen haben und sich jetzt herausstellt, dass damals kein akuter Handlungsbedarf vorlag. „Wenn es in Paderborn ein Feinstaub-Problem gegeben hätte, hätten wir natürlich gehandelt. Die jetzt abgeschlossenen Messungen an der Friedrichstraße waren richtig und wichtig für eine reale Entscheidungsgrundlage", so der Bürgermeister.