Es muss nicht Mauritius sein
Graffiti in der Unterführung am Kasseler Tor entführt in Unterwasserwelt
Wer in eine schillernde Unterwasserwelt eintauchen möchte, der muss nicht unbedingt einen Tauchurlaub auf Mauritius buchen. Es reicht ein Gang durch die Unterführung am Kasseler Tor. Auf dem Weg unter den Bahngleisen von der Innenstadt zur Warburger Straße begegnen einem exotische Fische, Seesterne und vieles mehr. "Das Abtauchen in die Unterführung haben wir in unseren Bildern ganz wörtlich genommen", erklärt Lukas Michalski die Idee zu dieser Arbeit. Mit ihm haben Klaus Born, Matthias Mazur und Latif Karacöl in 150 Stunden die zwei mal drei Meter großen Kunstwerke geschaffen. Von Fotos haben wir die Anregungen für die einzelnen Motive der Unterwasserlandschaft bekommen", so Michalski. Bürgermeister Heinz Paus, der auf seinem Weg von und zur Arbeit die Unterführung nutzt, ist des Lobes voll für die Arbeit der jungen Leute: "Das passt hervorragend und nimmt einer solchen Unterführung ihren tristen Charme." Auf seine Anregung hin war vor Jahren eine Graffiti-Börse gegründet worden, um jungen Sprayern die Möglichkeit zu geben, ihre Kunst legal in der Öffentlichkeit zu zeigen. Eigentümer können sich beim Jugendzentrum "MultiCult" am Maspernplatz unter der Rufnummer 05251/280950 in dieser Börse eintragen lassen. Die Verbindung wird dann durch das Jugendamt hergestellt. „Es wäre nicht schlecht, wenn wir in Paderborn noch mehr Wechselflächen hätten“, so Lukas Michalski. Gemeinsam mit Klaus Born und Matthias Mazur hatte er bereits vor etwa sechs Jahren Graffiti-Kunst im ersten Senioren-Internet-Café in Paderborn an die Wände gebracht. Mehr über die Kunst der drei jungen Leute kann man im Internet unter der Adresse "www.hundert10prozent.de" erfahren.