Mit Vorlese-Oma und Internet

Projekt "LernLabor" will neue Ideen in Paderborner Seniorenbegegnungsstätten bringen

22 Ehrenamtliche aus Seniorenbegegnungsstätten und weiteren Seniorenangeboten aus der Stadt Paderborn nehmen seit Januar dieses Jahres an dem Landesmodellprojekt „LernLabor Ahlen – Ehrenamtliche verändern Begegnungsstätten“ teil. Jetzt wurde eine erfolgreiche Zwischenbilanz gezogen. Ziel ist es, gemeinsam neue Konzepte für die Begegnungsstättenarbeit der Zukunft zu entwickeln und konkrete Projekte, Initiativen und Angebote umzusetzen. Gemeinsam wurde die Seminare der letzten Monate in Erinnerung gerufen. War es einigen Teilnehmer anfangs nicht recht klar, worum es im "LernLabor" überhaupt geht, gab sich das im Verlauf recht schnell. Ob Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung, Mittelakquise und Gruppengestaltung - all das stieß auf großes Interesse. Thematisiert wurde das Problem der fehlenden jüngeren Seniorinnen und Senioren in den Einrichtungen. Die Teilnehmer aus den Seniorenbegegnunsstätten fanden es ganz wichtig, sich mit Gleichgesinnten austauschen zu können und auf Tipps und Anregungen, die ohne jeglichen Konkurrenzgedanken weiter gegeben wurden, zurückgreifen zu können. Für ihr Engagement und Interesse bedankte sich bei den Teilnehmern Anika Gietmann vom "LernLabor" mit einem Zertifikat. Anika Gietmann: "Es ist nicht selbstverständlich so viel Zeit und Energie in ein Ehrenamt zu stecken und sich dann nebenher auch noch weiter zu qualifizieren." Jetzt soll das Gelernte in den Begegnungsstätten umgesetzt werden. Dass nicht alles auf einmal verwirklicht werden kann, ist allen klar. Doch auch im Kleinen lässt sich viel machen, indem man zum Beispiel mit anderen Gruppen stärker zusammen arbeitet und einmal etwas gemeinsam plant. So können neue Impulse und Anregungen in die Gruppen einfließen. Doch auch neue Gruppen und Angebote werden durch das "LernLabor" in den beiden Regionalgruppen im Kreis Paderborn und im Kreis Recklinghausen auf den Weg gebracht, wie beispielsweise eine Vorlese-Oma-Initiative, eine Tanzgruppe, zwei Internetcafés für Seniorinnen und Senioren und ein Wegweiser für Ältere, die neu hinzu ziehen. Die Spannbreite der Aktivitäten ist sehr groß und zeigt die Kreativität der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Nach der Sommerpause wird es am 3. September mit einer von der Initiative "SINN" (Senioren In Neuen Netzwerken) organisierten Konferenz weitergehen, zu der alle Teilnehmer am "LernLabor" eingeladen sind. Weitere Infos sind auf der Internetseite des LernLabors unter: "www.senioren-ahlen.de" zu finden. Bei der Kommune helfen Michael Kramps (05251 / 881823) und Dagmar Tröster (05251 / 881255) weiter.