Auf die Füße geschaut
Naturkundemuseum eröffnet mit Ausstellung ungewöhnliche Perspektive
Auf die Füße schaut das Naturkundemuseum im Neuhäuser Marstall ab Freitag, 20. Juli. In der gleichnamigen Ausstellung, die um 19 Uhr vom stellvertretenden Bürgermeister Joseph Vögele eröffnet wird, begibt man sich mit Fotografien von Ingo Arndt im Rahmen des Mobilitätsjahres der OWL-Museumsinitiative bis zum 4. November auf die Spuren der Evolution. Die Ausstellung ist täglich, außer montags, von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt frei. Füße sind für die meisten Tiere die wesentlichen Organe ihrer Mobilität. In Anpassung an die verschiedenen Fortbewegungsweisen haben sich ganz spezifische Strukturen und Formen ausgebildet. Die Großabzüge der ungewöhnlichen Tierfotos, die in der Ausstellung gezeigt werden, stammen alle von dem renommierten Naturfotografen Ingo Arndt, der die Vielfalt verschiedenster Fußformen aus einer ganz besonderen Perspektive dargestellt hat: nämlich von unten. Einen Blickwinkel, den wir normalerweise bei vielen Tieren nur mit großen Schwierigkeiten und mitunter auch nicht ganz gefahrlos erlangen können, wenn man beispielsweise an die Fotos von den Füßen vom Elefanten, Leoparden und Tiger denkt. Füße - mit Krallen, Sohlenpolstern, Haftlamellen, Schwimmhäuten … breit und klobig oder geradezu grazil, die Haut schuppig oder gefurcht und manche auch behaart und in unterschiedlichsten Farbtönen. Deutlich wird dem Betrachter der Fotos das Wirken der Evolution in deren Verlauf sich in Anpassung an die Lebensverhältnisse und die Lebensweisen immer wieder neue Formen und Strukturen ausbildeten. Die Fotografien werden durch eindrucksvolle Exponate ergänzt. Auf die Ursprünge der Entstehung von Füßen wird beispielsweise anhand eines Original-Abgusses eines 1,60 Meter langen Quastenflossers eingegangen. Einige Tierpräparate (z.B. Strauß, Tiger, Faultier, Känguru) lassen so manchen eindrucksvollen Fuß auch noch mal am Gesamt-Tier bewundern und laden zum Vergleich mit den Fotos ein. Im Obergeschoss des Naturkundemuseums ist noch ein zweiter ergänzender Ausstellungsbereich eingerichtet worden, wo es vor allem um fossile Saurierspuren und um die vielen interessanten Füße von Insekten und anderen wirbellosen Tieren geht. Hier laden beispielsweise eine Vielzahl von Lupenkästchen zum genauen Betrachten ein. Es können auch lebende Stab- und Gespenstheuschrecken, Achatschnecken und Flusskrebse beobachtet werden. Für Kinder und Jugendliche gibt es einen Rallyebogen zur Erkundung der Ausstellung. Wegen einer Veranstaltung im Marstall-Innenhof muss am Eröffnungsabend voraussichtlich ein rückseitiger Museumseingang benutzt werden (bitte Ausschilderung beachten).