Petter-Vorwürfe völlig aus der Luft gegriffen
Beschuldigungen schaden Libori und Schaustellern
Die von den Schaustellern Robert und Fritz Petter gegen die Stadt und den für Libori zuständigen Ausschuss erhobenen Vorwürfe sind völlig aus der Luft gegriffen und entbehren jeder Grundlage. Das erklärt die Stadt Paderborn zum am 24. Juli im WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATT abgedruckten Artikel „Schausteller ‚Pikki’ Petter kocht vor Wut“. Der Plan, zu Libori zukünftig nur noch einen Autoscooter vorzusehen, beruht auf einem Beschluss des zuständigen Ausschusses und ist schon seit langem bekannt. Am 14. Dezember 2004 hatte der Ausschuss beschlossen, auf dem Liboriberg nicht mehr zwei, sondern nur noch einen Autoscooter zu platzieren. Ausschussvorsitzender Dieter Honervogt: „Unsere Aufgabe ist, den Besuchern eine besonders attraktive Liborikirmes zu bieten. Durch den Verzicht auf einen Scooter haben wir Platz für besondere Highlights geschaffen.“ Im vergangenen Jahr war es den Verantwortlichen der Stadt Paderborn gelungen, die Großachterbahn „Starworld“ nach Paderborn zu holen, in diesem Jahr sorgen die neue Wildwasserbahn „Auf Manitus Spuren“ und der Power Tower 2 für Aufsehen. Da die Touren für 2005 bereits vergeben waren, wurde der Beschluss erstmals 2006 umgesetzt: Auf dem Liborberg stand nur ein Autoscooter, der der Schaustellerfamilie Petter. Für dieses Jahr hat der Ausschuss den Autoscooter des Paderborner Schaustellers Walter Schneider ausgewählt. Für die Liborikirmes 2007 hatte Fritz Petter sich mit einem Bierstand beworben und dafür den Standort am Rosentor erhalten. Später bat der Schausteller darum, die Biermarke, den Getränkeverleger, den Stand und anschließend mehrmals noch den Standort wechseln zu dürfen. Die Wünsche konnten von der Verwaltung berücksichtigt werden. Am 17. Juli gab es auf Wunsch von Fritz Petter ein Gespräch, bei dem ihm und seinem Sohn die Konzeption erläutert und der endgültige Standplatz im Einvernehmen festgelegt wurde. Eine Woche später war Fritz Petter mit diesem Standort plötzlich nicht mehr zufrieden. Es gab ein weiteres Gespräch am 23. Juli, an dem auch sein Rechtsanwalt teilnahm. Das Ergebnis, mit dem alle einverstanden waren, entsprach einem bereits vorher von der Stadt gemachten Vorschlag. Für den zuständigen Beigeordneten Carsten Venherm sind die Vorwürfe der Familie Petter nicht nachvollziehbar. „Sie sind“, so Carsten Venherm, „unhaltbar. Sie schaden der Liborikirmes und den Schaustellern. Den Paderborner Schaustellern, die im harten Wettbewerb stehen, versuchen wir überall zu helfen, wo es uns möglich ist. Wenn dann ausgerechnet von Paderborner Schaustellern derartige Vorwürfe kommen, gebietet meiner Meinung nach schon der Anstand eine Entschuldigung bei allen Betroffenen.“