Guter Rat siegte mit 6:5
Triumph trotz Eigentor bessert die Statistik auf
6:5 hieß es am Ende für die Ratskicker gegen eine junge und ehrgeizige Auswahl der Schausteller. Beim traditionellen Fußballspiel zum Libori-Auftakt am Freitag auf der Paderkampfbahn glich die auf einigen Positionen verstärkte Auswahl des Paderborner Rates damit in der Statistik aus. In insgesamt 25 Vergleichen konnte jede Seite bisher zwölf Partien gewinnen, einmal trennte man sich unentschieden. Chefcoach der Ratsauswahl Wolfgang Fingerhut hatte seine Mannen hervorragend eingestellt. Hinten dicht und vorne auf Konter spielen - lautete die Devise. So nutzte der SC-Geschäftsführer Michael Born, eine der Verstärkungen im Ratsteam, gleich zu Beginn eine Chance und hämmerte den Ball ins rechte obere Eck. Doch die Schausteller zeigten sich keinesfalls geschockt. Sie entwickelten Druck und hatten mit Edmund Cardinale einen flinken Stürmer, der fünf Minuten nach der Führung eine Riesenchance zum Ausgleich noch nicht nutzen konnte. Den besorgte kurze Zeit später ein anderer. Chefcoach Fingerhut stockte der Atem, als der Apfelprinz des Paderborner Bürger-Schützenvereins von 1831, Ratsherr Wolfgang Stock, ins eigene Tor traf. Alexander Buckard erhöhte wenig später für die Schausteller auf 2:1. Doch der Rat schlug mit einer Koproduktion von Michael Born und Thekenkönig Karl-Heinz "Kalla" Militzer zurück. Das Spiel, jetzt offen und ausgeglichen, machte den etwa 100 Zuschauern, darunter die Donata Hildebrandt, Königin des Paderborner Bürger-Schützenvereins von 1831, sichtlich Freude. Edmund Kardinale mit seinem zweiten Treffer sowie "Kalla" Militzer für die Ratsauswahl erhöhten den Spielstand auf 3:3, bevor wieder Edmund Kardinale für die Schausteller die Pausenführung von 4:3 besorgte. Als Harry Perl mit seinem Treffer gleich nach der Halbzeit zum 5:3 für die Schausteller erhöhte, schien das Spiel entschieden. Doch wiederum Michael Born und danach Burkard Huschen mit einem Elfmeter glichen aus. Kurz vor Schluss kam dann wieder die Minute des Goalgetters vom letzten Vergleich. Ratsherr Mathias Hornberger stocherte im Nachsetzen den Ball über die Linie und bestätigte einmal mehr, dass er der Mann für die entscheidenden Tore ist.