Gütesiegel für das Heidehaus

Familienzentrum in der Stadtheide bekam vom Minister die Zertifizierung

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Duisburg/Im März letzten Jahres hatte sich die Kindertagesstätte Heidehaus für die Teilnahme an der Pilotphase - Familienzentrum - der nordrhein-westfälischen Landesregierung beworben. Seit Montag, 4. Juni, hat es die fast 100 Kinder umfassende Einrichtung schwarz auf weiß: Sie ist zertifiziertes Familienzentrum NRW. NRW-Familienminister Armin Laschet hat dieses Gütesiegel in Duisburg an 248 Familienzentren landesweit vergeben. Mit dem Gütesiegel erhält das Familienzentrum künftig 12.000 Euro pro Jahr zusätzlich. "Ich gratuliere der Einrichtung und danke der Leitung, den Erzieherinnen und Eltern für die engagierte Arbeit während der Pilotphase", so Beigeordneter Wolfgang Walter. Leiterin Michael Körner und ihr Team haben einen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Kooperationen mit verschiedenen Partnern aus unterschiedlichen Institutionen gelegt. Michaela Körner: „Da wir diese direkten Kontakte zu den Partnern in der unmittelbaren Nähe haben, können wir es den Familien erleichtern, verschiedenste Angebote im Haus wahrzunehmen.“ Einbezogen werden vor allem Eltern und Familien des Stadtteils in die Arbeit der Kindertagesstätte. „Unser Ziel ist es, weitere Möglichkeiten zu schaffen, um die Kita für Eltern als sozialen Treffpunkt zu öffnen. So sind zum Beispiel alle zwei Wochen Familien zu einem gemeinsamen Frühstück eingeladen. Einmal im Monat kommen Eltern in die Einrichtung, um in der Kita Bücherei als Vorlesepaten den Kindern (mehrsprachig) vorzulesen. Seit der Projektbeteiligung führt die Einrichtung beispielsweise Sprachfördermaßnahmen für Frauen, eine Angebotsreihe zum Thema Gesundheit sowie einen Computerkurs für Migrantinnen durch. Durch den engagierten Einsatz der Kooperationspartner sind unterschiedliche Beratungsangebote für Familien in den Räumen der Kita möglich. Familien haben so die Möglichkeit, unterstützende Angebote vor Ort wahrnehmen zu können. Michaela Körner betont, dass gerade der hohe Anteil von Eltern mit Migrationserfahrung der Einrichtung eine besondere Verantwortung auferlegt. „Wir haben hier mit unserem internationalen Müttertreff schon sehr gute Erfahrungen gemacht, um Sprachbarrieren zu überwinden und Grenzen zwischen den Kulturen abzubauen“.