Lebensretter gespendet
Dank an den Förderkreis Historisches Museum im Marstall
Der Förderkreis Historisches Museum im Marstall hat dem Museum einen Notfall-Defibrillator gestiftet. Heinz Kamp, 1. Vorsitzender des Förderkreises, überreichte den Lebensretter an Joseph Vögele, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Paderborn sowie an Beigeordneten Carsten Venherm. Antje Schmidt-Scurk vom Paderborner Kreisverband der Deutschen Johanniter-Unfallhilfe zeigte danach, wie das Gerät funktioniert. Es wird künftig im Eingangsbereich der Museen im Neuhäuser Marstall erhältlich sein. Wie Dr. Norbert Börste, Leiter des Historischen Museums, betonte, werden die Mitarbeiter der Museen so schnell wie möglich eine Einweisung für das Gerät erhalten. Tausende Menschen versterben vorzeitig am plötzlichen Herztod, weil keine flächendeckende Versorgung mit Notfall-Defibrillatoren zur Verfügung steht. Der Zeit für die Rettung ist bei einem Herzkollaps äußerst eng. Jede untätige Minute ohne Defibrillation vermindert die Überlebenschancen um zehn Prozent. Nach fünf Minuten treten bereits die ersten irreparablen Hirnschäden ein. Weit mehr als 75 Prozent der Betroffenen könnten mit Hilfe des automatischen Notfall- Defibrillators schadensfrei gerettet werden. Der Defibrillator verfügt über einen übersichtlichen Monitor mit umfassender Datenwiedergabe (EKG-Wellen, Herzfrequenz, Einsatzdaten u.a.), führt den Benutzer sprachgesteuert und mit Textanzeige sicher durch den Rettungsprozess und ermöglicht ständige Überwachung und Analysierung des Patienten. Das Gerät kommt gerade rechtzeitig, da im Rahmen des NRW-Tages auch zahlreiche Besucher im Schlosspark und in der Museumsnacht am 24. August erwartet werden. Stellvertretender Bürgermeister Joseph Vögele und Beigeordneter Carsten Venherm bedankten sich beim Förderkreis im Namen des Rates und der Verwaltung der Stadt Paderborn. Joseph Vögele unterstrich die Bedeutung des Förderkreises Historisches Museum im Marstall, der die Stadt schon bei zahlreichen kulturellen Projekten hervorragend unterstützt habe. "Mein Dank geht an alle Vereinsmitglieder und besonders an Heinz Kamp und Dr. Walter Mayer, 2. Vorsitzender, der als praktizierender Arzt die entscheidende Anregung zur Stiftung des lebensrettenden Notfall-Defibrillators gab. Wir hoffen, dass das Gerät möglichst wenig eingesetzt werden muss, um Menschenleben zu retten", so Joseph Vögele.