Wenn Konzerte Verkaufsschlager werden

Ab 30. Juni Kultur-Abos für die neue Saison

© Stadt Paderborn

Der Verkauf für die Abo-Reihen des Kulturamts der Stadt Paderborn beginnt am Samstag, 30. Juni, im Ticket-Center am Marienplatz, Tel.: (05251) 2 99 75-0. Abos gibt es für die Sinfoniekonzerte, die Kammerkonzerte, für die Schüler-Tribüne, fürs Musiktheater und für die Reihe Musiktheater/Schauspiel. „Jede Reihe weist ihre Highlights auf“, sagt Kulturamtsleiter Christoph Gockel-Böhner, aber er verrät seinen Liebling: „Die Schüler-Tribüne. Hier können Kinder im Grundschulalter am professionellen Theater- und Konzertleben teilnehmen. Sechsmal in der Saison für nur 22,50 €, und die Erwachsenen zahlen auch nur den Kinderpreis, wenn sie mitgehen möchten.“ Für diesen geringen Preis gibt es ein Sinfoniekonzert (Mozarts Musikalische Schlittenfahrt), ein Weihnachtsmärchen (Pinocchio), eine Oper am Klavier (Der Nussknacker), ein Kammerkonzert mit Tanz (Ente gut – alles gut), ein Schauspiel von einem der renommiertesten Kindertheater Deutschlands (Das Paradies der Blätter vom Theater Ömmes und Oimel aus Köln) und als Figurentheater Andersens Märchen vom Standhaften Zinnsoldat. „Das ist so ziemlich das schönste, was ich jemals auf dem Theater gesehen habe.“ bekennt Gockel-Böhner. Bekannte Werke bietet das Musiktheater-Abo (Preise zwischen 90 und 27 Euro): Mozarts „Entführung aus dem Serail“, Tschaikowskis „Dornröschen“-Ballett, „Hoffmanns Erzählungen“ von Offenbach und Lortzings Spieloper „Der Waffenschmied“ mit dem berühmten Lied „Auch ich war ein Jüngling im lockeigen Haar“. Dazu kommt die Ausgrabung der Berliner Operette „Wie einst im Mai“ und als besonderes Ereignis die Kirchenoper „Der verlorene Sohn“ von Benjamin Britten. „Nach dem überragenden Erfolg mit einer Kirchenoper von Britten beim Festival Musica sacra 2005 haben wir uns entschlossen, noch ein weiteres Werk dieser Art zusammen mit dem Landestheater Detmold zu produzieren“, so Gockel-Böhner. Das gemischte Abo (67,50 bis 21 Euro) umfasst etwas weniger Musiktheater, dafür aber zwei Schauspiel-Klassiker in außergewöhnlichen Inszenierungen: „Macbeth“ von der Bremer Shakespeare Company und „Der Diener zweier Herren“ mit Marionetten vom Hohenloher Figurentheater. „Die Kammerkonzerte sind was für musikalische Feinschmecker“, gerät der Kulturamtsleiter ins Schwärmen. In Schloß Neuhaus und in der PaderHalle geben sich großartige Pianisten und Pianistinnen wie Ewa Kupiec, der bekannte Flötist Andras Adorjan sowie erstklassige Streichquartette wie das Mandelring Quartett ein Stelldichein. Dazu gesellt sich wie jedes Jahr ein Preisträgerensemble aus der Auswahlliste „Konzerte Junger Künstler des Deutschen Musikrats“. Der Schwerpunkt liegt in der neuen Saison bei der Romantik, aber auch Klassik und Moderne sind vertreten. Die Preise liegen zwischen 67,50 und 27 Euro. Last, but not least: die Sinfoniekonzerte, Preisklasse 132 Euro bis 36,75 Euro. „Der Verkaufsschlager“ kommentiert Gockel-Böhner trocken. „Wer einen ordentlichen Platz ergattert hat, kann froh sein. Und wer einen hat, gibt ihn selten wieder her. Die Abo-Treue bei den Sinfoniekonzerten ist unglaublich. Viele Abonnenten sind schon seit Jahrzehnten dabei und jedes Jahr drängen neue dazu.“