Vernetzung der Seniorenarbeit
Begegnungsstätten verbessern Zusammenarbeit
Paderborn/Bad Lippspringe (IP). Ehrenamtliche Vertreterinnen und Vertreter aus Seniorenbegegnungsstätten trafen sich im Rahmen des Landesmodellprojektes "LernLabor Ahlen" in Bad Lippspringe, um gemeinsam über das Thema Vernetzung in der Seniorenarbeit zu sprechen. Michael Kramps, Leiter der Anlauf- und Beratungsstelle für Senioren der Stadt Paderborn: "Vernetzung ist ein sehr wichtiges Thema für Begegnungsstätten, da die Zusammenarbeit mit anderen Trägern, Vereinen, Institutionen oder anderen Seniorengruppen viele Vorteile bieten." So können gemeinsame Fahrten organisiert werden und Aufgaben auf viele Schultern verteilen. Durch den Erfahrungsaustausch fließen neue Ideen in die eigene Arbeit ein. Auch auf der städtischen Ebene kann eine Vernetzungsstruktur Vorteile bringen. Michael Kramps: "Die Wege sind kurz und jeder Partner profitiert von den Stärken und Ressourcen des anderen. So lassen sich Informationen leichtgängig an alle weiterleiten und es entsteht mehr Transparenz in den Angeboten." Alle Partner wissen was der jeweils andere in der nächsten Zeit plant. Es können Interessen gebündelt werden und Terminüberschneidungen verhindert werden, dabei kann eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit ebenfalls viele Effekte erzielen. Eine stadtweite Vernetzung bietet Vorteile für alle Partner. Mehr als 20 Ehrenamtliche aus Paderborn, Bad Lippspringe, Borchen, Delbrück, Bad Wünnenberg-Helmern und Bad Meinberg tauschten ihre Erfahrungen über die Möglichkeiten der Vernetzung innerhalb der eigenen Begegnungsstätte, mit anderen Seniorengruppen sowie stadtweit als Seniorennetzwerk aus. Zusammen mit der Leiterin des "LernLabor Ahlen", Diplompädagogin Anika Gietmann, die seit einigen Jahren in Ahlen Erfahrungen mit Senioren-Begegnungsstätten gesammelt hat, wurden verschiedene praxisnahe Beispiele gesammelt und in Gruppenarbeit ein Konzept erstellt. Anika Gietmann: "Um mit anderen zusammen zu arbeiten ist es wichtig, eine Arbeitsgrundlage zu haben. Man muß zuallererst wissen, welche Stärken und Schwächen die Gruppe hat und welche Ziele verfolgt werden. Dann können Kooperationspartner angesprochen werden, die die gleichen Interessen haben und es können gemeinsame leichter Ziele erreicht werden." Als Ansprechpartner für die Ehrenamtlichen aus Paderborn, Bad Lippspringe und Borchen bringen sich vier kommunale Mitarbeiter in das Projekt "LernLabor Ahlen" ein und fördern so die stadtweite Vernetzung der Seniorenarbeit.