Baugeschichte des Marstalls

Vortrag am Sonntag

© Stadt Paderborn

Die Baugeschichte des Neuhäuser Marstalls steht im Mittelpunkt eines Vortrages am Sonntag, 11. November, um 11 Uhr im Vortragssaal des Marstalls. Im Rahmen des 750-jährigen Schlossjubiläums laden die Schlosspark und Lippeseegesellschaft Paderborn, das Stadtarchiv und das Historisches Museum im Marstall dazu ein. Gregor G. Santel wird zum Thema: „Zur Baugeschichte des Marstalls und seiner Nebengebäude aus fürstbischöflicher Zeit“ sprechen. Der Eintritt ist frei. Der Referent, geboren in Nordhorn, Studium der Informatik in Paderborn, tätig als Produktmanager, lebt in Schloß Neuhaus. Er ist grenzüberschreitend regionalgeschichtlich tätig im Dreiländereck Grafschaft Bentheim – Emsland – Provinz Drenthe (NL). Er forschte insbesondere über die Baugeschichte von Schloss, Marstall und Garten des Schlosses Neuhaus. Zusammen mit Wolfgang Hansmann war er „Anstifter“ zur Rekonstruktion des Gartenparterres zur Landesgartenschau 1994. Im Rahmen der Landesgartenschau 1994 wurden im Marstall des Schlosses Neuhaus das Historische Museum und das Naturkundemuseum eingerichtet. Fürstbischof Clemens August von Bayern (1719-1761) errichtete den Marstall im Zuge der umfangreichen Barockisierung der Schlossanlage in den 1720er Jahren. Die Bauleitung übertrug er seinem Hof- und Landbaumeister Franz Christoph Nagel. Nach der Errichtung der preußischen Garnison in Neuhaus diente der Marstall ab 1820 als Kavalleriekaserne. Gregor G. Santel wird in seinem Vortrag auf die baulichen Rahmenbedingungen beim Bau des Marstalls eingehen und zeigt das ursprüngliche Aussehen des Gebäudes. Er wird die baulichen Änderungen aufzeigen, die sich aus den unterschiedlichen Nutzungsanforderungen ergaben. Sein Vortrag beschränkt sich dabei nicht auf den Marstall, sondern er wird auch auf die vielfältigen, teilweise in funktionalem Zusammenhang mit dem Marstall stehenden Nebengebäude aus der fürstbischöflichen Zeit eingehen (Orangerie, Komödie, Werkstätten).