Komödie über Berufsträume

Jugendtheatergruppe des Kulturamtes zeigt neues Stück

Die Jugendtheatergruppe des Kulturamts Paderborn geht mir ihrem zweiten Stück an die Öffentlichkeit. "Lebens Art oder Die Kunst zu überleben" heißt die selbst geschriebene Komödie über junge Berufsträume und andere Hindernisse. Am Montag, 15. Oktober, ist um 19 Uhr im großen Saal der Kulturwerkstatt (Bahnhofstraße 64) Premiere. Weitere Vorstellungen finden am 16. und 18. Oktober statt. Die Aufführung dauert ca. eine Stunde. Karten gibt es an der Abendkasse eine halbe Stunde vor Beginn, Reservierung für Schulklassen unter: 05251/881499. Vormittagsvorstellungen für Schulen sind nach Rücksprache möglich. Das junge Ensemble macht in diesem Jahr mit einer bissigen Gesellschaftssatire auf sich aufmerksam. Die zwölf Schauspieler und Schauspielerinnen im Alter von 11 bis 17 Jahren fanden unter der Leitung der Regisseurin und Dipl. Sozialpädagogin Ann-Britta Dohle über Schauspieltraining und spritzige Improvisationstechniken zu ihrem Thema. In der Agentur für Arbeit treffen zwei Welten aufeinander. Da ist der Chaostrupp der jungen Berufsstarter, ein Häufchen gegeneinander konkurrierender Individualisten. Skurril, frech und spritzig präsentieren sie sich mit den ausgefallensten Ideen auf dem Arbeitsmarkt. Nur ausgerechnet die Arbeitsberaterinnen, die für sie zuständig sind, verkennen das ungeheure Potential der Zukunft Deutschlands und machen – Kaffeepause. Gegen soviel Teamgeist ist nur schwer anzukommen. Die Fronten verhärten sich. Ein digitaler Nummernwirrwarr und wahnwitzige Job-Angebote lassen die ehemaligen Konkurrenten zu einer Solidargemeinschaft erwachsen. Sie beschließen, die Annahme weiterer unsinniger Jobs zu verweigern. Als ihnen der Rauswurf aus der Kartei droht, setzen sie sich zur Wehr: sie besetzen die Agentur. Hilfe bei ihren Forderungen für einen menschenfreundlichen Umgangston kommt ihnen dabei ausgerechnet von gegnerischer Seite. „LebensArt oder die Kunst zu überleben“ ist eine schrille Satire auf die Suche nach Identität und dem richtigen Job, in der jeder sein Fett abkriegt. Die bürokratisch agierenden Arbeitsberaterinnen und die jungen Arbeitssuchenden; die Eltern, die ihre Kinder im Stich lassen; eine Gesellschaft, in der jede gute Idee vermarktet wird, bis sie sich in ihr Gegenteil verkehrt.