GPS-Geräte zum Wandern
Grundschüler testen Navigationsgerät als Wegweiser
Wenn eine ganze Grundschule einen Ausflug zur Moosheide in die Senne unternehmen will, gibt es einiges zu tun und zu organisieren. Vorallem für die begleitenden Lehrkräfte. Was wird unternommen? Wie wird der Tag ablaufen? Wenn die Planung dann abgeschlossen ist, gibt es nur noch ein Problem... Was tut man wenn ein Unfall passiert? Es ist schwer für die Rettungssanitäter, die kleien Verletzten zu finden, mitten im Unterholz. Diese Frage stellten sich auch die Lehrer der Dionysius Grundschule in Elsen. Ein kleines grünes Gerät, sollte die Antwort auf das Problem sein. Ein GPS-Gerät. Die handlichen Satellitennavigationsgeräte, die auf Wander- und Radtouren als Wegweiser verwendet werden, zeigen auf dem Display einen Wanderweg in Form einer Linie an. Die Teamaufgabe der Grundschüler in der Moosheide war, mit Hilfe des Gerätes einen Zielort zu erreichen, in diesem Fall war es ein Spielplatz am russischen Soldatenfriedhof. Die Schüler folgen dieser Linie und gelangen so sicher ans Ziel. Natürlich dient es bei solchen großen Wandertouren auch dazu im Ernstfall seine Position den Rettungssanitätern via Telefon durchzugeben. Diese können dann eine verletzte Person auch im Wald bis auf 10 Meter genau finden. Karl-Heinz Schäfer vom Verkehrsverein Paderborn stellte vorab, das Gerät den 26 Schülern der Klasse 3b vor und er merkte sofort, wie interessiert alle Kinder waren. Nach einer kurzen, technischen Einführung durften diese nämlich selber loslegen, und das System testen. Ein Spielplatz sollte das Ziel sein, dass die Kinder als Rettungssanitäter erreichen sollten. Alle waren ganz aufgeregt und konnten es nicht abwarten, bis das Ziel erreicht war. "Das Gerät zeigt den Weg per Luftlinie an. Da muss man sich nätürlich an den Hindernissen vorbei schlängeln," so Schäfer. Die Kinder folgten der Linie auf dem Display und gelangten schließlich auf den Spielplatz. Das Ziel war erreicht. "Ihr habt das prima gemacht. Wenn das ein Ernstfall gewesen wäre, dann hättet ihr die verletzte Person jetzt gefunden, genau wie die Rettungskräfte," freut sich die Klassenlehrerin für ihre Schüler. Jetzt konnte dem Abenteuer in der Moosheide nichts mehr im Wege stehen. Die Erkundungstour durch die Senne konnte losgehen. Und sollte doch etwas passieren, wären die 430 Schüler und 30 Lehrkräfte, dank der Hilfe von Satelliten und dem kleinen grünen GPS-Gerät, in der Lage sich zu helfen.