Stadt warnt vor Schadstoffen

Besetztes Gebäude auch als Versammlungsstätte nicht geeignet

Erneut warnt die Stadt Paderborn vor möglichen Gefährdungen beim Betreten des besetzten Hauses an der Bahnhofstraße 31. Das Haus ist mit Schadstoffen, wie Asbest, polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), künstlichen Mineralfasern sowie polychlorierten Biphenülen (PCB) belastet und weder zum Wohnen noch für Versammlungen und Konzerte geeignet. Um in dieser Hinsicht, insbesondere aber auch über mögliche Brandgefahren und weitere bauordnungsrechtliche Gesichtspunkte, Klarheit zu bekommen, hatten am 11. Oktober vormittags und abends Vertreter des Bauordnungsamtes, des Amtes für Gebäudemangement, des Ordnungsamtes sowie der Feuerwehr versucht, Zutritt in das Gebäude zu bekommen. Ihnen war das jedoch verwehrt worden. Die angetroffenen Besetzer wurden eingehend über die Schadstoffproblematik aufgeklärt. Die Stadt Paderborn ist als Eigentümer verpflichtet, auf diese Gefahren hinzuweisen und damit auch mögliche Besucher vor diesen Gefahren zu schützen. Sie weist in diesem Zusammenhang nicht nur auf die strafrechtlichen Folgen, sondern ausdrücklich auch auf die haftungsrechtlichen Konsequenzen hin, die aus dem Verhalten der Besetzer entstehen können. Die Stadt appelliert erneut an die Besetzer, das Gebäude an der Bahnhofstraße 31 unverzüglich zu räumen. Die Stadt hat die entsprechenden Strafanträge gestellt, die zur Bearbeitung an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden sind. Eine umgehende Räumung des städtischen Grundstücks ist erforderlich, um die Abrissarbeiten durchführen zu können. Der Rat der Stadt hat den Abriss des Gebäudes beschlossen und die entsprechenden Mittel zur Verfügung gestellt, da auch dieser Bereich für die geplante Aufwertung des Bahnhofumfeldes benötigt wird.