Mauern mit Leben füllen
Feierliche Eröffnung des neuen Jugendtreffs in Marienloh
Kaum hatte Bürgermeister Heinz Paus das rote Band vor der Eingangstür des Jugendtreffs in Marienloh zerschnitten, da nahmen die Gäste die neuen Räume umgehend in Besitz. Ortsvorsteher Dr. Heinz Tegethoff und Bürgermeister Paus gratulierten der Diplom-Sozialarbeiterin Dina-Franziska Steinbrenner-Mahdouani, Leiterin des Treffs, zur neuen Einrichtung und wünschten ihr und den Kindern und Jugendlichen viel Freude darin. „Ich hoffe, dass die jungen Leute gerne hier herkommen werden, sinnvollen Beschäftigungen nachgehen und Freunde kennen lernen werden“, so Paus. Pfarrerin Antje Lütkemeier aus Bad Lippspringe und Pfarrer Heinz-Josef Löckmann aus Marienloh, die Gottes Segen für die Einrichtung erbaten, betonten, dass es wichtig sei, die Mauern schnell mit Leben füllen. Seit 1985 gibt es die städtische Jugendarbeit in Marienloh, zunächst in den Räumen des Bürgerhauses. Im Jahr 1996 wurde die Arbeit verlagert in einen Container, der noch immer auf dem Grundstück des neuen Treffs steht. Dieser soll jedoch schnellstmöglich abgerissen werden, um noch mehr Außenfläche für die Kinder und Jugendlichen zu schaffen. „Der alte Container lockte nicht mehr viele Jugendliche zu uns“, sagt Steinbrenner- Mahdouani. Das werde sich jetzt sicherlich ändern. Fast ein Viertel der Einwohner Marienlohs sind zwischen 7 und 26 Jahre alt. Das macht die Kinder- und Jugendarbeit um so wichtiger. Deshalb wurde auf dem Grundstück der Kirchengemeinde das neue Gebäude errichtet. Kicker, Billardtisch, Dartscheibe, Snacks und Getränke in der Cafeteria, ein Internetraum für Recherchearbeiten und Kommunikation mit Freunden, sowie ein Grillplatz - das Zentrum hält viele Überraschungen bereit. Auch das Angebot in den neuen Räumlichkeiten wurde sei erweitert worden. "Der rauchfreie Jugendtreff bietet nun Raum für präventive Aktionen, verschiedene Bildungsangebote und integrative Maßnahmen in Marienloh. Auch bei Schulproblemen und aktuellen Konflikten habe ich ein offenes Ohr“, erklärt Steinbrenner-Mahdouani. Die Öffnungstage haben sich von zwei auf fünf Tage in der Woche erhöht und ab September sind auch die Öffnungszeiten länger: montags bis donnerstags von 16 bis 22 Uhr und freitags von 15 bis 20 Uhr. Den Neubau (Kosten 290.000 Euro) sollen auch andere Vereine im Ort nutzen können. Arbeitsgemeinschaften und Mutter-Kind-Gruppen sollen sich im Jugendtreff versammeln können, eine Zusammenarbeit mit Schule und Kindertagesstätten ist geplant.