Weltmusik-Konzert

Am Sonntag in der Franziskanerkirche

Die Reihe der Weltmusik-Konzerte in der Franziskanerkirche setzt am Sonntag, 16. September, um 17 Uhr Mamadou Diabate aus Mali fort. Der Eintritt ist wie immer frei, um eine Spende wird gebeten. Mamadou Duiabate spielt auf der Kora, einem Saiteninstrument mit einer langen Holzstange in einem Kürbis. Er ist Nachkomme einer Ahnenreihe von Hof- und Wandermusikern, ein so genannter Djeli. Diese Musiker überbrachten traditionell Nachrichten, sangen Loblieder auf die Herrschenden und spielten zu Zeremonien, vergleichbar mit den europäischen Troubadouren im Mittelalter. Heute gestalten die Djeli oft Eheschließungen oder arbeiten für Würdenträger und Geschäftsleute. Aber ein Djeli ist stolz. Er ist eine moralische Instanz, Hüter und Bewahrer eines historischen Bewusstseins des Königreichs Mali. Mamadou Diabate, geboren 1975, lebt seit 1996 in den USA, wo er in den renommiertesten Institutionen von den Vereinten Nationen bis zum Smithsonian Institute in Washington spielte. Bei aller Innovation ist die traditionelle „keita“-Spielweise aus Mali die Grundlage seines Spiels geblieben: perkussiv und virtuos, improvisatorisch und magisch. In Mali heißt es, Kora-Spieler seien oft von Geistern besessen.