Gartenabfall nicht in die Landschaft kippen

Auch Rasenschnitt muss in Biotonne oder zum Recyclinghof

© Stadt Paderborn

Grünabfälle wie Rasen, Strauchschnitt und Laub dürfen ebenso wenig wie sonstige Abfälle auf öffentlichen Flächen und in der Landschaft abgelagert werden. Wer diese Abfälle nicht auf seinem eigenen Grundstück verwertet oder lagern will, der muss sie zu Sammelstellen bringen oder abtransportieren lassen. Ansonsten droht ihm ein empfindliches Bußgeld, so das städtische Amt für Umweltschutz und Grünflächen. Im Frühjahr und Herbst wird dieser Missstand vor allem deutlich: An Acker-, Wald- und Wegrändern, an Bächen und Flüssen und vor allem an den Grenzen von Gartengrundstücken werden Grünabfälle abgelagert. Toni Wiethaup vom Amt für Umweltschutz und Grünflächen: "Die Abfälle werden oft ohne jegliches Unrechtsbewusstsein am liebsten hinter dem Gartenzaun auf öffentlicher Fläche entsorgt. Eine öffentliche Fläche darf aber ebenso wenig wie der Garten des Nachbarn ohne Erlaubnis für die Entsorgung der Grünabfälle genutzt werden." Neben dem unschönen Anblick sind vor allem ökologische Probleme, wie Nährstoffanreicherung und die Verbreitung von Allerweltsarten ein weiterer Grund dafür, dass eine solche Entsorgung rechtswidrig ist und als Eigentumsdelikt bestraft werden kann. Legale Alternativen gibt es in Paderborn viele: Was nicht in die Biotonne passt, kann kostenlos bis zur Menge einer Kofferraumladung zu den Recyclinghöfen An der Talle oder Driburger Straße gebracht werden. Strauchschnitt bis 3 m³ holt der Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb -ASP- auf Anforderung und gegen geringe Gebühr ab. An der Kompostierungsstelle beim Entsorgungszentrum Alte Schanze werden darüber hinaus auch große Mengen kostengünstig angenommen. Daraus entsteht der beliebte Paderkompost. Wer einen Garten und viele Grünabfälle hat, sollte allerdings immer ein Eckchen bereit halten, an dem diese Abfälle an Ort und Stelle in den Kreislauf der Natur zurückfließen können. Gerade jetzt suchen zudem viele Kleintiere ein Versteck, in dem sie den kalten Winter überstehen können.