Reiten unter Flutlicht

18.000 erlebten die E.ON Westfalen Weser Challenge

Er heißt fast genauso wie das Maskottchen der E.ON Westfalen Weser Challenge, er ist genauso braun und er ist unglaublich schnell: Leonardo B, zwölf Jahre alter Holsteiner Wallach und von seinem Team nur „Leo“ genannt, bescherte seinem Reiter Thomas Voß aus Schülp eine sportliche Glanzleistung. In unschlagbaren 37,65 Sekunden auf idealer Linie und ohne einen Fehler galoppierte der Wallach durch den schweren Großen E.ON Westfalen Weser Preis. Da hatten die Kollegen das Nachsehen. Hinter Voß, der für den Triumph 18.000 Euro Preisgeld aus der Gesamtdotierung von 85.000 Euro kassieren konnte, reihte sich Christian Ahlmann (Marl) ein, der sein EM-Pferd Cöster für die schwere Aufgabe in Paderborn gesattelt hatte und dank des zweiten Platzes in der RIDERS TOUR Platz drei im Ranking erklimmen konnte. Der Österreicher Thomas Frühmann wurde mit The Sixth Sense Dritter und damit alleiniger Spitzenreiter der TOUR vor 7000 Zuschauern auf dem Schützenplatz in Paderborn.   Der soll künftig eine Flutlichtanlage erhalten. Henning Probst, Vorstandsvorsitzender der E.ON Westfalen Weser AG kündigte an, dass der Hauptsponsor dabei helfen wolle. Verschmitzt lächelnd räumte Unternehmenssprecher Meinolf Päsch ein, er habe während der letzten Sanierungsarbeiten am Platz vorsichtshalber auch gleich Leerrohre verlegen lassen…..   Soviel vorausschauende Tätigkeit könnte der E.ON Westfalen Weser Challenge in den kommenden Jahren auch attraktive Abendprogramme bescheren. Am Schlusstag des internationalen Turniers waren Tribünen- und Stehplatzkarten ausverkauft, weil man den Andrang als weniger groß eingeschätzt hatte, also musste flugs nachgedruckt werden. „So ein Problem hat man natürlich gern,“ bestätigte Volker Wulff, der mit rund 17.000 Zuschauern an vier Tagen erneut eine Steigerung der Besucher-Zahlen vermelden konnte. Kein Grund für die Turniermacher, sich beruhigt zurück zu lehnen: „Höchstens zwei Tage, dann werden wir uns schon wieder Gedanken machen müssen, wie wir den Freitag des Turniers noch einladender gestalten können.“   Das Finale der Sprehe Feinkost Youngster Tour für sieben und acht Jahre alte Pferde gewann die Dänin Tina Lund mit der sieben Jahre alten belgischen Stute Darco-Tochter Amaretto. Gleich dahinter reihte sich die Steinhagener Amazone Mylene Diederichsmeier mit Anuberta ein. Die Sprehe Feinkost Youngster Tour ist eine internationale Serie für die jungen Springpferde auf dem Weg in den Top-Sport.