Ein Vergnügen für die ganze Familie

Modern, zweckmäßig und wirtschaftlich - das neue Rolandsbad hat viele gute Seiten

Ein Matschspielplatz für die Jüngsten, drei Nichtschwimmerbecken für die Heranwachsenden, eine Kleinschwimmhalle mit Wärmebecken insbesondere für Schulklassen und Vereine und jede Menge Grün zum Erholen auch für die Älteren auf der über 36.000 Quadratmeter großen Fläche. Fakten, die einmal mehr zeigen: Das neue Rolandsbad ist ein Bad für die ganze Familie. Ab Donnerstag, 1. Mai, können sich alle davon überzeugen. Modern, zweckmäßig und wirtschaftlich - das sind die Attribute, die dieses Bad auszeichnen. Wer das alte, vor mehr als 40 Jahren gebaute Rolandsbad noch in Erinnerung hat, wird die Vorteile des neuen Bades noch mehr zu schätzen wissen. Die nunmehr aus Edelstahl bestehenden Becken und auch die als Lärmschutz dienenden Gebäude passen sich hervorragend in das parkähnliche Gelände ein. Duschen, Umkleiden und Toiletten sind jetzt an mehreren Stellen, so dass hier kurze Wege für mehr Bequemlichkeit sorgen. Mit dem Neubau ist das Rolandsbad erstmals auch behindertengerecht. Neueste und effiziente Wassertechnik spart nicht nur jede Menge Energie und Wasser, sondern bringt außerdem eine bessere Wasserqualität. Mehr als zwei Millionen Euro der insgesamt etwa zehn Millionen Euro, die der Neubau dieses Bades gekostet hat, sind in die Technik geflossen. "Wir haben hier keine Luxusplanung realisiert, vielmehr durch eine neue Zu- und Anordnung von Gebäuden, Becken und anderen Bereichen die Angebote kundenorientierter und technische Abläufe wirtschaftlicher gestalten können und damit beste Voraussetzungen für ein noch schöneres Schwimm- und Badevergnügen geschaffen", so Reinhard Rasch, Leiter des Bäderbetriebs der Stadt Paderborn (BSP). Am 17. und 18. Juli 1964 war das damalige Bad an der Rothe mit den Westdeutschen Schwimm-Meisterschaften eingeweiht worden. Am ersten Tag waren damals 2.500 Besucherinnen und Besucher, in der ersten Woche 17.000 Gäste gekommen. Ob jetzt wieder ein solcher Ansturm auf das neue Bad zu registrieren ist, hängt natürlich auch vom Wetter ab. "Wir sind gerüstet, spätestens bis zum 22. Mai, dem Tag der offiziellen Einweihung, wird alles rundum fertig sein", sieht Rasch noch Kleinigkeiten, die bis dahin erledigt werden müssen. Das Wetter dürfte dem neuen Rolandsbad jedoch weit weniger Probleme bereiten als seinem Vorgänger. Eine Kleinschwimmhalle mit Ausschwimmkanal in ein Ganzjahresbecken mit Sprudelsitzen und Unterwasserscheinwerfern sorgt dafür, dass das Bad nicht nur bei Sommerwetter genutzt werden kann. Ehe dieser Neubau jedoch soweit war, wie er sich jetzt darstellt, musste einiges getan werden. Beispielsweise mussten knapp 40 Kilometer Kabel gezogen, 25.000 Kubikmeter Boden bewegt und etwa fünf Kilometer Wasserleitungen verlegt werden. 60 Firmen waren an diesem Großprojekt beteiligt. Mehr als 2000 Quadratmeter Wasserfläche, eine 60 Meter lange, kostenlose Großrutsche und Eintrittspreise (2,50 Euro pro Erwachsener, 1,80 Euro ermäßigt) wie im alten Rolandsbad dürften die Herzen der Freibad-Fans höher schlagen lassen.