Gute Idee für mehr Kontakte
Städtepartnerschaften waren im Rathaus Thema
Der Punkt im umfänglichen Programm des internationalen Partnerschaftstreffens am Wochenende hieß schlicht und einfach "Kummerkasten". Was man sich darunter vorzustellen hatte, erläuterte Bürgermeister Heinz Paus gleich zu Beginn der Veranstaltung im Paderborner Rathaus. Schulen, Vereine und anderen Einrichtungen in Paderborn äußerten immer wieder Wünsche nach Partnerschaften in den jeweiligen Partnerstädten", so der Bürgermeister. Da sei das internationale Partnerschaftstreffen mit Vertretern aus allen Paderborner Partnerstädten genau die richtige Plattform, um diese Wünsche, aber auch Anregungen direkt an die Betreffenden weiterzugeben. Genoveva Claes und Britta Schindewolf von der Von-Fürstenberg-Realschule hatten sich diesen "Kummerkasten" dick im Kalender angestrichen und waren die Ersten am Tisch von Chantal Liberge, der Partnerschaftsreferentin aus Le Mans. Zur französischen Partnerstadt Paderborns hatte die Schule in den 80ziger Jahren Kontakte. Jetzt soll eine neue Partnerschaft aufgebaut werden. "Wir haben unsere Adressen und einen Steckbrief der Schule hinterlassen und hoffen, dass wir bald aus Le Mans etwas hören", fasste Genoveva Claes das Gespräch mit der französischen Partnerschaftsreferentin zusammen. Allerdings seien in Frankreich noch Ferien, so dass man sich noch ein bisschen gedulden müsse. Und weil die Entfernung zwischen Le Mans und Bolton, Paderborns englischer Partnerstadt, an diesem Tag im Rathaus nur knappe zehn Meter betrug, waren die beiden Französischlehrerinnen dann auch dort zu Gast. Den Wunsch nach einer Partnerschaft mit einer englischen Schule teilten sie Bürgermeister Anthony Connell und Delegationsmitglied Steve Arnfield mit. Beide versprachen sich darum zu kümmern. Den Enthusiasmus der beiden Lehrerinnen beobachtete Maria Lis mit Freude. Die Vorsitzende der Deutsch-Französischen Gesellschaft weiß, dass man Partnerschaften zwischen Schulen nicht anordnen kann, sondern dass sie von der Begeisterung und dem Einsatz einzelner Lehrerinnen und Lehrern leben. Dass dies viel Freizeit und mitunter große Verantwortung erfordert, zeige die Erfahrung. Genoveva Claes und Britta Schindewolf verließen an diesem Nachmittag das Rathaus ganz zufrieden. Die Idee zu dieser Veranstaltung sei gut gewesen. Wenn es jetzt noch mit dem Kontakt klappe, habe sich der Weg gelohnt, fasste Britta Schindewolf ihre Eindrücke zusammen.